Entschuldigung und Internet-Schock

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Jürgen Born

Bremen - Zum Bericht „Fischer kontert Born“ hat der ehemalige Werder-Boss Jürgen Born folgende Stellungnahme verfasst:

Mit einem gewissen Erstaunen habe ich am Mittwoch in dieser Zeitung die Aussagen von Klaus-Dieter Fischer zu meiner Person gelesen. Ich nehme Kritik an meinen Äußerungen zum Thema „Umbruch“ gerne hin, aber ich möchte der Ordnung halber auf etwas hinweisen: Werder-Präsident Fischer hat mich am Dienstag gegen 16.30 Uhr angerufen, um mich auf mein Interview im NDR, aus dem mich die Kreiszeitung zitiert hat, anzusprechen. Ich teilte ihm mit, dieses Interview nicht initiiert zu haben. Den Bericht empfand ich allerdings in seiner Gesamtheit sehr sachlich, analytisch neutral und auch gut meine eigene Meinung wiedergebend, wenngleich ich meine „Schnapsidee“ inzwischen als etwas unglücklich ansehe. Ich möchte mich bei allen, denen diese ironische Anmerkung nicht so geschmeckt hat, entschuldigen. Das habe ich bereits im Gespräch mit Herrn Fischer gemacht und dies anschließend auch Mediendirektor Tino Polster mitgeteilt. Ich tat dies in der Überzeugung, in sogenannten schlechteren Zeiten ein Zeichen für Zusammenhalt zu setzen.

Weil ich Klaus-Dieter Fischer als ähnlich impulsiv einschätze wie mich selbst, gehe ich einmal davon aus, dass er vor unserem kollegialen Gespräch von der Kreiszeitung befragt wurde. Sollte es anders gewesen sein, wäre es ein Foulspiel.

Ausschlaggebend für diesen Leserbrief war aber noch etwas anderes: Ein anonymer Postzusteller hat mir eine Sammlung von Internetkommentaren (kreiszeitung.de) zum Fischer-Konter in den Briefkasten geworfen. Was ich dort auf 22 Seiten an Kritik am Verein Werder Bremen las, war mehr als umwerfend und muss uns zum Nachdenken bringen. Die Sympathien für mich habe ich übrigens genüsslich gelesen; vielen Dank, lieber nächtlicher Postbote!

Ich wünsche, wir gingen in diesen schwierigen Werder-Zeiten alle etwas in uns und würden uns alle einmal in unserer Arbeit überprüfen. Und ich wünsche mir, dass wir mit einem Sieg gegen Hannover wieder in die Spur kommen. Dann könnte man gemeinsam einen Schnaps trinken – eine ganze Flasche schaffe ich heutzutage allerdings nicht mehr . . .

Leserbriefe geben die Meinung ihrer Verfasser wieder. Kürzungen vorbehalten.

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