Der Endspurt wird zur reinen Nervensache

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So frech grinst nur Claudio Pizarro. Der Torjäger traf gegen den SC Freiburg zweimal und prophezeite Werder ein Saisonfinish mit Happy End.

Bremen - Dieser Spieltag gehört in buntes Papier gepackt und mit einer roten Schleife umwickelt. Denn er war ein großes Geschenk für Werder Bremen.

Weil alles nahezu perfekt lief, ist der Bundesliga-Fünfte auf einmal wieder mitten drin im Rennen um den dritten Champions-League-Platz. Vier Spieltage vor Saisonende sind es nur noch drei Punkte Abstand – der Thriller beginnt. „Von jetzt an“, meinte Torsten Frings nach dem eigenen 4:0 (1:0)-Erfolg über den SC Freiburg, „ist es reine Nervensache.“

Werder überrollt Freiburg

Bremen überrollt Freiburg

Das muss allerdings keine gute Voraussetzung sein. Denn es ist nicht lange her, dass Werder dem Druck des Gewinnenmüssens nicht gewachsen war. Im Finale um die (dann doch nicht) letzte Chance hatten die Bremer bei Borussia Dortmund verloren (1:2). Aber jetzt ist wieder alles offen. Weil der BVB (0:1 in Mainz) und Bayer Leverkusen (1:1 gegen Bayern München) patzten, darf Werder wieder mitmischen. Eine unverhoffte Chance, die sich die Bremer nicht entgehen lassen wollen. „Wir haben als Fünfter natürlich die schlechteste Ausgangsposition und auch das schwerste Restprogramm“, räumte Sportdirektor Klaus Allofs ein, „aber unsere Hoffnungen sind nicht unberechtigt. Wir müssen und können alle vier Spiele gewinnen. Und wenn uns das gelingt, könnte man auch davon sprechen, dass wir es verdient haben, in die Champions League zu kommen.“

Wolfsburg, Köln, Schalke und Hamburg heißen die Aufgaben, die Werder noch zu bewältigen hat. Gleichzeitig müssen Dortmund und Leverkusen wenigstens noch einmal verlieren.

Die Einzelkritik

Zwischen Note 1 und 3: Die Einzelkritik

Es ist fraglos ein dünner Faden, an den sich die Bremer klammern – gibt auch Kapitän Frings zu: „Klar, wir brauchen die Ausrutscher der anderen, haben es nicht selbst in der Hand und noch richtige Hammerspiele vor uns. Doch wir werden es probieren. Das Schlimmste wäre, wenn wir uns den Vorwurf gefallen lassen müssten, nicht alles gegeben zu haben.“

Gegen den SC Freiburg war das Team von Trainer Thomas Schaaf nicht genötigt, ans Limit zu gehen. Die Tore des überragenden Claudio Pizarro (36./55.) sowie von Aaron Hunt (53.) und Mesut Özil (65.) waren Ausdruck der totalen Überlegenheit. „So gut habe ich Werder lange nicht gesehen“, staunte Pizarro und fühlte sich zu einer Prognose für den Saisonendspurt ermuntert. „Ich glaube“, tönte der Peruaner, „dass die Champions League für uns noch Realität werden kann. Vor dem Spieltag war Platz drei schon ein Thema für uns – jetzt ist er es natürlich umso mehr.“

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