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Endlich Ende, die letzte Pleite

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Da bleibt nur noch Trösten: Torsten Frings vergab seinen dritten Strafstoß in Folge.

Aus Kaiserslautern berichtet Björn Knips - Die gute Nachricht zuerst: Werder Bremen wird so schnell nicht mehr verlieren, denn endlich ist diese Grusel-Saison zu Ende. Zum Abschluss zeigte der Bundesligist noch einmal, warum der Club fast abgestiegen wäre:

In Kaiserslautern setzte es gestern eine 2:3-(0:3)-Niederlage, weil sich die Gäste eine katastrophale erste Halbzeit geleistet hatten. Konstanz war für die Bremer in dieser Serie ein absolutes Fremdwort, und deshalb langte es für den Vorjahresdritten nur zu Platz 13. Was für eine Enttäuschung, so schlecht hat Werder unter Trainer Thomas Schaaf noch nie abgeschlossen – abgesehen von Schaafs spätem Einstieg als Retter im Abstiegskampf vor zwölf Jahren.

Die Bilder der Partie gegen Kaiserlautern

Werder verliert Saisonfinale in Kaiserslautern

„Ich bin sehr, sehr froh, dass diese Saison endlich vorbei ist, nächstes Jahr muss es einfach besser werden“, seufzte Keeper Tim Wiese und blickte mit Schrecken auf die gerade beendete Partie zurück: „Nach zehn Minuten dachte ich, dass wir hier heute einen Achter kriegen.“ Die Bremer Notelf mit den U 23-Akteuren Florian Trinks und erstmals Predrag Stevanovic in der Startelf sowie einer zusammengewürfelten Abwehr erstarrte vor den ebenfalls schon geretteten „Roten Teufeln“ geradezu in Ehrfurcht. So ließ Trinks Leon Jessen flanken, Petri Pasanen vertraute Wiese, so dass Adam Nemec mühelos einnicken konnte (7.). Zwei Minuten später gab’s Teil zwei des SV „Kopflos“: Nach einem Tiffert-Freistoß zögerte Trinks, deshalb rannte ihn Clemens Fritz über den Haufen – und diesmal hielt Rodnei sein Haupt geschickt hin.

Der mit 49 780 Zuschauern ausverkaufte Betzenberg bebte, auch die 5 800 mitgereisten Werder-Fans feierten trotzig mit. Schließlich war der Klassenerhalt schon geschafft, da wollten sie sich einfach nicht mehr ärgern – auch nicht über das 0:3. Diesmal hatte Fritz gepennt, Gegenspieler Pierre de Witt einen tollen Pass auf Srdjan Lakic ermöglicht, und der künftige Wolfsburger profitierte auch noch von einem Stellungsfehler des indisponierten Pasanen (30.).

„Die erste Halbzeit war eine Katastrophe“, schimpfte Wiese und vergaß dabei sogar den einzigen Lichtblick: Nach toller Vorarbeit von Fritz und Marko Marin gelang Torsten Frings kurz vor der Pause das 1:3 (43.). Gepaart mit deutlichen Worten von Schaaf in der Pause sorgte das für die Wende. Nach dem Wechsel dominierten die Gäste die Partie. Und Frings hätte für den schnellen Anschlusstreffer sorgen müssen. Doch der Kapitän vergab seinen dritten (!) Strafstoß in Folge, Kevin Trapp parierte, nachdem er zuvor den Elfmeter mit einem – umstrittenen – Foul an Fritz ermöglicht hatte.

Immerhin: Werder steckte diesen Rückschlag gut weg. Das lag auch am überragenden Marin, der in der 55. Minute Marko Arnautovic bestens bediente. Und endlich setzte sich der Österreicher mal durch, erst gegen Jessen, dann mit etwas Glück gegen Trapp – 2:3. „Natürlich freue ich mich über mein Tor“, sagte Arnautovic, der seine bislang einzigen beiden Liga-Tore vor acht Monaten beim 4:2-Sieg gegen Köln erzielt hatte. Und vor einer Woche war er von Schaaf wegen eines Disco-Besuchs aus dem Kader für das Dortmund-Spiel gestrichen worden. Nur wegen akuter Personalnot durfte er nun wieder ran – und er machte seine Sache nach der Pause ordentlich. Mit ein bisschen mehr Glück wäre ihm sogar der nächste Doppelpack gelungen, doch sein Gewaltschuss klatschte an die Latte (67.). So wurde es nichts mit einem Bremer Happy End zum Saisonabschluss. Daher herrschte zwar Erleichterung, die enttäuschende Serie endlich beendete zu haben, aber Partystimmung war im Gegensatz zu den euphorischen Gastgebern strengstens verboten. „Wir werden jetzt nach Hause fliegen – das war’s. Wir haben verloren, ich wüsste nicht, was es da jetzt nach dieser Saison zu feiern gibt“, meinte Arnautovic. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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