Endlich Bundesliga!

Werder ist heiß auf den Meister

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Eine Mischung aus Entschlossenheit und Vorfreude: Werder-Coach Thomas Schaaf blickt dem Auftakt in Dortmund gebannt entgegen.

Bremen - Heute um 20.30 Uhr geht’s endlich rund! Die 50. Bundesliga-Spielzeit beginnt – und Werder ist als Gast des Deutschen Meisters und Pokalsiegers Borussia Dortmund gleich mittendrin.

„Jubiläumssaison, Eröffnungsspiel, 80 000 Leute im Stadion, weltweite Liveübertragung – eine schönere Plattform kann es nicht geben“, schwärmt Stürmer Nils Petersen und spricht damit für alle Bremer. Werder ist heiß, will das blamable Pokal-Aus in Münster vergessen machen, gut starten – und sich nicht verstecken.

„Wir dürfen nicht nur reagieren, sondern müssen auch selbst die Initiative ergreifen“, fordert Trainer Thomas Schaaf. Nur hinten reinstellen ist also verboten – und das passt auch gar nicht mehr zum offensiver gewordenen Stil im neuen System. „Da kann ein interessantes und offenes Spiel entstehen. Ich freue mich riesig und bin sehr gespannt, ob wir genügend drauf haben, um dort ein gutes Ergebnis zu holen“, meint Schaaf.

Unverzichtbar dafür ist eine gute Defensivleistung – und genau da hat Werder noch große Probleme, wie das 2:4 in Münster schonungslos offenbart hat. Und heute geht’s nicht gegen einen Drittligisten, sondern gegen die Hochgeschwindigkeits-Offensive des BVB – gegen Torjäger Robert Lewandowski, Wirbelwind Marco Reus oder Rechtsaußen-Rakete Jakub Blaszczykowski. „Dortmund kombiniert sehr schnell, da müssen wir uns gegenseitig unterstützen“, betont Kapitän Clemens Fritz, der als „Sechser“ am häufigsten auf Nationalspieler Reus treffen wird, der nach seinem Wechsel aus Gladbach schon jetzt der Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel des Meister ist. Werders Innenverteidiger Sebatian Prödl richtet den Fokus jedoch nicht nur darauf, Reus und Kollegen auszuschalten – er will das komplette Spiel des Gegners zerstören: „Dortmund ist flexibel und unberechenbar. Natürlich haben sie gute Spieler, aber den BVB zeichnet das System aus. Das müssen wir bekämpfen, dafür brauchen wir unbedingt Geschlossenheit. Und dann können wir in Dortmund überraschen.“

Am Einsatz wird es defintiv nicht mangeln. Schaaf hat in der Trainingswoche nach der Pokal-Schmach deutlich den Willen zur Wiedergutmachung erkannt: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit der Situation nicht zufrieden ist – da war richtig Leben drin.“ Genauso wünscht es sich der Coach auch heute Abend. Er will eine selbstbewusste Werder-Mannschaft sehen: „Die Begeisterung muss da sein.“

Sorgen, dass sich das junge und neu formierte Team von der Riesen-Kulisse oder einem Dortmunder Sturmlauf beeindrucken lassen könnte, macht sich weder Schaaf („Es wird nicht erdrückend sein“) noch Sportchef Klaus Allofs: „Diese Gefahr sehe ich überhaupt nicht. Bei uns hatten doch alle schon solche Spiele und solche Drucksituationen.“

Zu viel Last mögen sich die Spieler aber auch nicht auf die Schultern legen. Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic sagt: „Wenn wir uns extremen Druck machen, werden wir nicht viel erreichen. Wir müssen da mit Freude rangehen.“ n mr/kni

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