Wechsel zu Internacional Porto Alegre „ist abgehakt“ / Weiter Probleme im Knie

Ende der Ungewissheit: Naldo bleibt bei Werder

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Naldos Wechselwunsch war bislang das bestimmende Thema im Werder-Trainingslager. Doch seit gestern ist es beendet. Naldo selbst hat es mit klaren Worten begraben.

Belek · Naldo hat die Hoffnung auf einen Wechsel zu Internacional Porto Alegre noch in dieser Transferperiode aufgegeben. „Das Thema ist abgehakt“, erklärte der Verteidiger von Werder Bremen gestern im Trainingslager im türkischen Belek und verkündete: „Ich bleibe bei Werder.“

Jedenfalls vorerst. Der Vertrag des 29-Jährigen läuft noch bis 2013 – dass er ihn erfüllen wird, ist ob seines vor wenigen Tagen klar geäußerten Wechselwunsches nicht garantiert. Es könnte aber auch in eine andere Richtung gehen. Naldo: „Mein Berater kommt im nächsten Monat nach Bremen. Dann werden wir alles besprechen.“ Auch die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung bei Werder? „Warum nicht?“, meint Naldo.

Schließlich ist er seit sechseinhalb „sehr glücklich“ in Bremen, „auch meiner Familie geht es dort gut“. Deshalb mache ihn der nicht realisierbare Wechsel zurück in die Heimat auch „nicht traurig. Ich bin sehr zufrieden.“

Trainingslager in Belek - Tag vier

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Zweifel sind erlaubt, ob er tatsächlich mit zwei lachenden Augen Richtung Bremen schaut. Oder ob nicht mindestens eines weinend gen Brasilien blickt. Denn das Angebot des SC Internacional, ihn in die Heimat zurückzuholen, hätte er persönlich gerne angenommen. Aber wie sich herausgestellt hat, fehlt den Brasilianern das Geld, um die von Werder aufgerufene Ablösesumme zu bezahlen. Das bis dato letzte Gebot soll bei drei Millionen Euro gelegen haben – und damit weit weg von Naldos tatsächlichem Wert, der im hohen einstelligen Bereich anzusiedeln ist. Dass seine Landsleute mit zwei letztlich indiskutablen Offerten an Werder herangetreten seien, hätte Naldo enttäuscht, berichteten brasilianische Medien. In Belek formulierte es der Spieler gestern etwas anders. „Ich habe mit Klaus Allofs gesprochen, das Angebot des SC Internacional war nicht sehr gut.“

Stimmt, es war schlecht. Und die Aussicht, dass es bis Ablauf der Transferfrist am 31. Januar noch erheblich besser wird, ist offenbar nicht gegeben. Wohl nur aus diesem Grund zieht Naldo früh den Schlussstrich unter die Geschichte und sagt: „In meinem Kopf ist nur Werder. Und das Ziel, bald wieder spielen zu können.“

Damit könnte es aber schwierig werden. Denn die Probleme im linken Knie sind allem Anschein nach nicht zu unterschätzen. Nachdem sich der Bremer Abwehrchef am Samstag nach zwei Tagen Pause wieder auf den Trainingsplatz gewagt hatte, blieb er gestern erneut im Hotel. Knieschonendes Radfahren stand auf dem Programm. „Ich hatte 20 Minuten wirklich gut trainiert, aber dann kamen die Schmerzen zurück. Obwohl es wirklich nichts Schlimmes ist, habe ich mit dem Trainer besprochen, jetzt ganz vorsichtig zu sein.“

Während des Weihnachtsurlaubs in Brasilien habe er sein vorgeschriebenes Programm problemlos absolviert. Doch schon beim Laktattest in Bremen am Dienstag zwickte es, erzählt Naldo. Und nach der Erfahrung mit dem rechten Knie, das ihn zu einer 15 Monate dauernden Auszeit gezwungen hatte, scheut er nun jedes Risiko: „Wir gehen langsam vor.“ So langsam, dass er in Belek möglicherweise nicht mehr am Teamtraining teilnehmen wird. „Wir haben nur noch vier Tage, das wird eng“, meinte Naldo. · csa

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