Schalke stoppt die unschlagbaren Bremer

Das Ende der Superserie – 0:2

WERDER ist das erste Mal seit langem mal wieder gestolpert: Marko Marin (Mitte), hier gegen Carlos Zambrano und Jefferson Farfan, kassierte mit den Bremern die erste Pleite nach zuvor 23 Partien ohne Niederlage.

BREMEN - von Arne Flügge. Auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft ist Werder Bremen gestern Abend jäh gestoppt worden. Vor 37 000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf das Bundesliga-Topspiel gegen Schalke 04 mit 0:2 (0:0) und rutschte auf Platz vier ab.

Nach 23 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage wurde damit auch die Superserie der Bremer beendet, die zuletzt zum Ligaauftakt am 8. August gegen Frankfurt verloren hatten. Torschützen für die Gäste, die mit dem Sieg auf Platz zwei kletterten, waren Kevin Kuranyi (47.) und Jan Moravek (72.)

Die Fotos vom Bundesliga-Spitzenspiel

Werder Bremen - Schalke 04

Nachdem der FC Bayern am Nachmittag mit einem 5:1 in Bochum Platz zwei erobert hatte, standen Werder und Schalke am Abend bereits vor dem Anpfiff zusätzlich unter Druck. Nur der Sieger konnte die Münchner wieder überflügeln.

Die Bremer, bei denen Stürmer-Star Claudio Pizarro zunächst auf der Bank blieb, erwischten den besseren Start. Doch Schalke hatte Glück, dass Abwehrspieler Carlos Zambrano einen Schuss von Daniel Jensen aus elf Metern gerade noch zur Ecke abfälschte. Werder versuchte auch fortan, das Spiel zu machen, fand aber gegen die sehr kompakt stehenden Gäste kaum einmal die Lücke, um sich vielversprechend in Szene zu setzen. Gute Angriffe wurden nicht klar genug ausgespielt. Allerdings gingen die Bremer auch nicht gleich volles Risiko.

Erst nach knapp einer halben Stunde nahm die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf mehr Tempo auf – und gleich wurde es brandgefährlich. Die dickste Möglichkeit hatte Hugo Almeida, doch der Stürmer schaufelte den Ball aus fünf Metern über das Tor (29.). Allerdings muss man dem Portugiesen auch zu Gute halten, dass er von der Chance selbst überrascht war, nachdem die Hereingabe des fleißigen Sebastian Boenisch durch Freund und Feind hindurchgeflutscht war. 60 Sekunden später prüfte Boenisch Schalke-Keeper Manuel Neuer mit einem Distanzschuss. Und da nun auch Schalke mutiger wurde und mehr nach vorn tat, wurde die Partie zumindest vom Einsatz, der Intensität in den Mittelfeldduellen und der Spannung her einem Topspiel gerecht. Was fehlte, waren eben die hochkarätigen Torraumszenen. Tore hatte sich wohl etwas zu sehr der Mann gewünscht, der für die Anzeigetafel im Weserstadion zuständig ist. Er hatte den Spielstand in der Pause auf 2:0 für Werder gestellt . . .

Das muss Kevin Kuranyi ziemlich gewurmt haben, denn nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff schoss der Stürmer Schalke in Führung. Der Ex-Nationalspieler nahm einen tollen Pass in die Tiefe von Lewis Holtby auf, umkurvte Werder-Torwart Tim Wiese und vollstreckte cool zum 1:0. Fünf Minuten später hatte Boenisch Glück, als letzter Mann nach einem Foul an Jefferson Farfan nicht Rot gesehen zu haben.

Werder musste nun mehr tun – und tat es auch, doch Mesut Özil scheiterte aus kurzer Distanz an Neuer. Schalke machte das einzig Richtige. Die Gäste stellten sich nicht hinten rein, sondern spielten mit teilweise schönen Kombinationen nach vorn. Bremen dagegen fehlte weiter die Durchschlagskraft im Angriff. Und so wurde Claudio Pizarro nach seiner Einwechslung in der 63. Minute von den Fans fast schon wie ein Heilsbringer gefeiert. Doch auch ein Pizarro kann die Wende nicht vollbringen, wenn hinten haarsträubende Fehler gemacht werden. Zum Beispiel in Person von Clemens Fritz, der sich in der 72. Minute einen katastrophalen Abspielfehler leistete. Nutznießer war der erst kurz zuvor eingewechselte Jan Moravek, der mit viel Glück das 2:0 erzielte, weil der heranrauschende Per Mertesacker den Ball unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Das passte zum verkorksten Abend, den Werder auch noch zu zehnt beenden musste. Boenisch hatte sich verletzt und Coach Thomas Schaaf sein Wechselkontingent schon ausgeschöpft.

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