1:1 nach strittigen Entscheidungen

Am Ende siegt nur die Gerechtigkeit

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Der Mainzer Trainer Martin Schmidt.

Bremen -  Martin Schmidt ist ein netter Mensch. Das muss man so sagen. Nach dem 1:1 (1:1) seines FSV Mainz 05 bei Werder Bremen warf der Trainer mit Komplimenten für den abstiegsgefährdeten Gegner nur so um sich. „Wir im Süden“, sagte der Schweizer, „staunen über eure Mentalität hier. Wer so eine Mentalität hat, der steigt nicht ab.“ Sein Wort in des Fußball-Gottes Ohren . . .

Im Moment ist es aber alles andere als sicher, dass die Bremer die Klasse halten. Der Punkt gegen Mainz nach Toren von Julian Baumgartlinger (38.) und Claudio Pizarro (45.+2/Foulelfmeter) hat gerade gereicht, um nicht auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Hoffenheim und Frankfurt haben durch eigene Siege bis auf einen Zähler zu Werder aufgeschlossen. „Es wird immer enger“, sagte Werder-Trainer Viktor Skripnik, der sich bei Schmidt artig für die Komplimente bedankt hatte.

In der Tat hatte Skripniks Team kämpferisch eine tadellose Leistung abgeliefert. Die Abwehr stand stabil, ließ gegen den Tabellensechsten kaum Chancen zu. Vielleicht hätte erstmals in dieser Saison sogar die Null gestanden, wenn Schiedsrichter Manuel Gräfe vor dem 0:1 den Baumgartlinger-Griff ans Trikot von Clemens Fritz als Foul gewertet hätte – so, wie es die Bremer im Anschluss vehement forderten. „Ich wurde festgehalten, so habe ich das wahrgenommen“, protestierte Fritz.

Vielleicht war es in der turbulenten Partie ausgleichende Gerechtigkeit, dass nach dem 1:1 Baumgartlinger derjenige war, der lamentierte. Er hatte den Elfmeter verschuldet, indem er seinen österreichischen Nationalelf-Kollegen Zlatko Junuzovic im Strafraum auflaufen ließ. So sah es jedenfalls von außen aus. Baumgartlinger wertete die Szene aber ganz anders: „Ich kann mich nicht in Luft auflösen.“ Und Junuzovic grinste: „Du musst halt deine Vorteile aus so einer Situation ziehen.“

Das hat er getan und Werder damit zum Punktgewinn verholfen, der irgendwie gut, aber mit Blick auf die Tabelle doch nicht genug war. Auf jeden Fall war er aber gerecht, meinte Viktor Skripnik: „Es war ein Spiel mit zwei Teams auf Augenhöhe. Wir sind zufrieden.“ - csa

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