Erstes Turnier für Nationalmannschaft

„Deutschland stolz machen“: Werder-eSportler peilen Titelgewinn beim eNations Cup an

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„MegaBit“ Michael Bittner (l.) und „MoAuba“ Mohammed Harkous von Werder Bremen bilden die deutsche eFootball-Nationalmannschaft beim eNations Cup.

London/Köln - Die eSportler Michael „MegaBit“ Bittner und Mohammed „MoAuba“ Harkous von Werder Bremen wollen beim ersten Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft den Titel beim eNations Cup.

Michael Bittner und Mohammed Harkous tragen den Adler noch gar nicht so lange auf der Brust, doch zum Erfolg verpflichtet er sofort. Beim eNations Cup am kommenden Wochenende, dem ersten Nationenvergleich der FIFA-19-Szene, peilt die deutsche Mannschaft in London selbstbewusst die Krone an. „Es ist neben der Einzel-WM das Turnier des Jahres. Es ist das erste Mal, dass man eine Nation vertreten darf. Das macht uns super stolz“, sagte Bittner dem „Sport-Informations-Dienst“.

Teamwork großer Vorteil für Bittner und Harkous

Erst Ende März waren die eSportler von Werder Bremen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgewählt worden - speziell für die von der FIFA und Spielehersteller EA Sports ins Leben gerufene Team-WM. „Wir wollen zeigen, dass unsere Nominierung gerechtfertigt ist, wir wollen Deutschland stolz machen. Dafür werden wir alles geben“, sagte Bittner, der mit Partner Harkous in der englischen Hauptstadt auf einen großen Vorteil bauen kann: Teamwork.

Schließlich wird der eNations Cup, wie auch schon die deutsche VBL Club Championship, im Davis-Cup-Format gespielt. Pro Begegnung gibt es also ein Duell jeweils auf PlayStation und Xbox sowie ein Zwei gegen Zwei. Das spielt den Deutschen in die Karten, die gerade für ihre Stärke im Team bekannt sind und sich so den Titel in der Virtuellen Bundesliga (VBL) sicherten. Unter der Woche schlossen sich „MegaBit“ Bittner und „MoAuba“ Harkous gar im Bootcamp ein, um weiter an ihrer Paradedisziplin zu feilen. „Viele sind nicht so eingespielt. Wir kennen uns in- und auswendig“, sagte Bittner: „Im Doppel sind wir schwer zu schlagen.“

Schwere Gruppe für Deutschland bei eNations Cup

Um nach den Spielen am Samstag und Sonntag (jeweils ab 10 Uhr) aber tatsächlich den Pokal in die Höhe zu recken, muss erst einmal die Gruppenphase überstanden werden. Und das wird schwer genug. Deutschland trifft in Gruppe C neben Norwegen und Schweden auf Argentinien und Brasilien, die Bittner als „zwei absolute Top-Nationen“ bezeichnet. Argentinien stellt mit Nicolas „nicolas99fc“ Villalba den aktuellen Weltranglistenersten auf der PlayStation.

„Unser Ziel ist auf jeden Fall da weiterzukommen“, sagt Harkous bei „Sport1“: „Ich glaube, etwas anderes wäre eine große Enttäuschung.“ Bittner findet es sogar hilfreich, in einer schweren Vorrunde zu spielen. „Es ist gut, gleich an Tag eins gefordert zu werden. Je früher wir auf Temperatur sind, desto besser wird das Turnier laufen.“ Denn in der Finalrunde werden wohl die härtesten Brocken warten. Als Turnier-Favoriten gelten England mit dem in dieser Saison entfesselt aufspielenden Donovan „F2Tekkz“ Hunt, Saudi-Arabien mit Weltmeister Mosaad „MSDossary“ Aldossary und Frankreich mit Lucas „DaXe“ Cuillerier und Corentin „Maestro“ Thuillier.

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100.000 Dollar Preisgeld bei eNations Cup

Insgesamt nehmen 20 Mannschaften am eNations Cup teil, der für die Spieler aber nur eines von acht gleichwertigen Major-Turnieren in der WM-Serie ist. Den besonderen Reiz macht eben der Nationen-Wettkampf aus. Neben einem Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar (40.000 Dollar alleine für die Sieger) gibt es wichtige Weltranglisten-Punkte für die Qualifikation zur Einzel-WM im Sommer, dem absoluten Saison-Highlight, zu gewinnen.

Wenn es nach Bittner geht, soll es in Zukunft noch weitere Events für Nationalmannschaften geben. Aktuell ist der eNations Cup nämlich noch das einzige. Bei den meisten anderen Turnieren starten die Spieler einzeln für ihre Teams oder Clans. „Das Turnier ist sehr gut, um den eSport zu fördern. Ich glaube, dass die FIFA und EA mehr solcher Teamwettbewerbe veranstalten sollten“, sagte Bittner.

eNations Cup: Livestream bei „eSports1“, im TV bei „Sport1“

Der eNations Cup wird im Fernsehen übertragen. Der neue Livestream-Sender „eSports1“ (kostenpflichtig) ist am Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr live dabei. Eine Zusammenfassung strahlt Haupt-Sender „Sport1“ am Sonntag ab 20.45 Uhr aus. Kommentatoren sind Florian Merz, Konni Winkler und Georg Raffelt.

(sid/han)

Quelle: DeichStube

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