Dutt vor dem Derby: „Ich lebe und liebe Werder“ / Das Team darf „nicht überhitzen“

Emotional tief eingetaucht

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Früher forderte ein Werder-Trainer die „kontrollierte Offensive“, Robin Dutt setzt im Nordderby auf die kontrollierte Aggressivität. ·

Bremen - Der Mann ist Schwabe. Man könnte also glauben, dass sein Verhältnis zum Bundesliga-Nordderby eher professionell statt emotional ist. Doch weit gefehlt. Robin Dutt wird die 100.

Auflage des Bundesliga-Klassikers zwischen dem SV Werder und dem Hamburger SV nicht als gefühlsmäßig abgegrenzte Trainermaschine, sondern als emotional tief verstrickter Coach erleben. „Ich lebe und liebe Werder“, sagte der 49-Jährige gestern und machte damit klar, dass ihm das Derby genauso viel bedeutet wie jedem Fan auf der Tribüne. Schwabe hin oder her.

Für Robin Dutt ist das Derby, das in dieser Saison zum Leidwesen beider Clubs als „Keller-Derby“ geführt werden muss, bis zum Rand vollgepackt mit Bedeutung. Gelingt Werder endlich der erste Sieg im Jahr 2014? Oder rutscht das Team auf den Relegationsplatz ab? Kann sich die Mannschaft Luft verschaffen und Dutt damit seine Position festigen? Der Samstag wird die Antworten bringen.

Bis dahin muss der Werder-Coach es irgendwie schaffen, seine Spieler auf ein verträgliches Maß an Aggressivität einzupegeln. Denn nichts wäre unverträglicher, als – wie vor einer Woche in Frankfurt – auch gegen den HSV einen frühen Platzverweis zu kassieren. Sportchef Thomas Eichin hat deshalb für das Derby in Anlehnung an Otto Rehhagels „kontrollierte Offensive“ die „kontrollierte Aggressivität“ gefordert: „Bei aller Aufregung um dieses Derby müssen wir auf dem Platz kühlen Kopf bewahren und unsere Emotionen unter Kontrolle behalten. Es nützt uns nichts, wenn wir plötzlich wieder einen Mann weniger auf dem Platz haben.“ Robin Dutt schließt sich an, fordert: „Wir dürfen nicht überhitzen.“

Was nicht leicht fallen wird. Denn gefühlt sind die Spieler schon jetzt auf voller Betriebstemperatur. „Ich habe wunderbare Spieler, ich habe motivierte Spieler“, meint der Fußballlehrer. Doch die motivierten Wunderbaren müssen jetzt mal wieder ein Spiel gewinnen. Der HSV ist dafür – lässt man den Überraschungssieg gegen Dortmund mal außer Acht – grundsätzlich ein guter Gegner. Nur einen Punkt ergatterten die Hamburger bei den letzten sechs Auftritten im Weserstadion und gewannen von den letzten 18 Spielen in Bremen nur drei. · csa

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