Werders Sokratis fliegt vom Platz

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Verpatzter EM-Start: Werder Bremens Grieche Sokratis flog mit Gelb-Roter-Karte vom Platz

Bremen. Was war das für ein Auftaktspiel: Polens Mannschaft siegesgewiss - wurde von den Griechen eines Besseren belehrt. Doch so ganz glücklich können die Hellenen nicht sein: Werder Bremens Grieche Sokratis flog mit Gelb-Roter-Karte vom Platz.

Der Platzverweis ist zudem auch noch sehr umstritten. Zweite Hiobsbotschaft: Der griechische Nationalspieler Avraam Papadopoulos hat sich im EM-Eröffnungsspiel gegen Polen (1:1) einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für den Rest des Turniers aus.

Hier fliegt Sokratis vom Platz

Hier fliegt Sokratis vom Platz

Trotzdem: Mit stolz geschwellter Brust stiegen die Griechen in ihren Mannschaftsbus. 20 Minuten waren sie von Co-Gastgeber Polen im Eröffnungsspiel der EM nach allen Regeln der Fußball-Kunst vorgeführt worden, nach der schweren Verletzung von Avraam Papadopoulos und Gelb-Rot gegen den Bremer Sokratis stand ein Debakel für den Europameister von 2004 zu befürchten.

Weit gefehlt, die Hellenen zeigten Charakter und entpuppten sich am Ende als unbequemer Gast auf der lange Zeit stimmungsvollen polnischen Party. „Beide Karten gegen mich waren nicht berechtigt. Der Schiedsrichter hat für Polen gepfiffen. Aber wir gehen gestärkt aus diesem Spiel heraus“, stänkerte Abwehrspieler Sokratis nach dem verdienten 1:1 (0:1).

Allerdings wartet auf Trainer Fernando Santos vor der zweiten Partie am Dienstag gegen Tschechien eine große Herausforderung. Der Portugiese muss seine komplette Innenverteidigung umbauen. Sokratis ist für ein Spiel gesperrt, für Avraam Papadopoulos ist die EM nach einem Kreuzbandriss im linken Knie beendet. „Wir werden eine Lösung finden - früher oder später“, sagte Santos. Hoffnungsträger ist der Schalker Kyriakos Papadopoulos, der sich nach seiner Einwechslung in der 37. Minute den polnischen Angriffen furchtlos in den Weg stellte und die Wackel-Abwehr stabilisierte. „Das war ein guter Start“, sagte der 20-Jährige und dachte selbstbewusst an die bevorstehenden Aufgaben: „Dem nächsten Spiel gilt die volle Konzentration. Ich hoffe, dass wir das Viertelfinale erreichen.“

Dafür dürfen die Griechen in den kommenden Begegnungen aber nicht wieder die Anfangsphase verschlafen. „Es waren immer zwei, drei Mann auf meiner Seite. Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte“, gestand Linksverteidiger Jose Holebas ein. Trainer Santos bewies allerdings mit den Einwechslungen von Kyriakos Papadopoulos und Dimitris Salpingidis, dem in der 51. Minute der Ausgleich gelang, ein gutes Händchen. „Die Wechsel von Santos waren magisch“, schrieb die Tageszeitung Eleftheros Typos. Eine magische Nacht wäre es geworden, wenn Kapitän Georgios Karagounis in der 71. Minute per Foulelfmeter sogar noch zum Sieg getroffen hätte. „So ist Fußball“, kommentierte Santos die Szene lapidar.

sid/hh

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