Torklau durch WM-Schiedsrichter Felix Brych macht die Bremer sauer

Eljero Elia: „Ich fühle mich beraubt“

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Diskussionsbedarf: Werders Eljero Elia (l.) und Schiedsrichter Felix Brych, der das Tor des Niederländers nicht gab. 

Bremen - In einem Punkt waren sich alle Bremer einig: Wäre diese eine Szene korrekt beurteilt worden, hätten sie gestern gegen Braunschweig nicht unentschieden gespielt, sondern gewonnen. In der 59.

Minute war Eljero Elia nach klugem Pass von Zlatko Junuzovic frei durch und vollstreckte – von links kommend – mit rechts ins kurze Eck. Das 1:0 für Werder? Eigentlich ja. Aber Schiedsrichter Felix Brych aus München sah es anders, entschied auf Abseits und verweigerte den Gastgebern somit die Führung. Eine Fehlentscheidung, die vor allem den vermeintlichen Torschützen mächtig auf die Palme brachte. „Fußball ist manchmal nicht fair. Ich fühle mich beraubt“, twitterte Elia.

Ziemlich angefressen waren auch die Bremer Verantwortlichen. „Ein reguläres Tor. Die Situation war nicht mal knapp, ein halber Meter kein Abseits. Das erwarte ich von einem Bundesliga-Schiedsrichter, dass er das erkennt. Da kann ich hinterher auch nicht hingehen und sagen: ,Alles klar, Schiri! Macht ja nix‘“, schimpfte Trainer Robin Dutt. Und auch Sportchef Thomas Eichin beklagte mit bitterer Miene: „Ich habe in der Bundesliga schon einige enge Entscheidungen gesehen – aber diese gehörte nicht dazu.“

Die Spieler trauerten dem nicht gegebenen Führungstreffer ebenfalls hinterher. „Mit dem Tor wäre für uns alles gut gewesen. Das ist sehr, sehr bitter, tut weh und ärgert mich maßlos“, meinte Innenverteidiger Sebastian Prödl: „Solche Kleinigkeiten entscheiden eben über drei Punkte.“ Keeper Raphael Wolf stimmte direkt mit ein: „Dadurch haben wir wichtige Punkte verloren, wir hätten den Sieg verdient gehabt.“ Vizekapitän Aaron Hunt wollte den Unparteiischen und seinen Assistenten dagegen nicht an den Pranger stellen. „Auf dem Platz habe ich auch gedacht, dass es Abseits ist. So etwas passiert halt mal, da kann man dem Schiri keinen Vorwurf machen“, sagte der Bremer Vizekapitän.

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Für Brych, der immerhin Fifa-Schiedsrichter ist und Deutschland bei der WM im Juni in Brasilien vertreten wird, war es nicht der erste klare Irrtum in dieser Saison. Im Oktober hatte er den größten Fehler seiner Karriere begangen und in Sinsheim das berühmte Phantomtor gegeben. Ein Kopfball des Leverkuseners Stefan Kießling war von außen durch ein Loch im Netz geschlüpft. Der Sturm der Entrüstung war damals deutlich gewaltiger als gestern Abend in Bremen. · mr

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