Wieder Vater – und nun wieder „Super-Spiele“? / Großer Respekt vor Huntelaar und Afellay

Elia baut auf den Baby-Effekt

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Glückwunsch: Werder-Trainer Thomas Schaaf (links) gratuliert dem nun zweifachen Papa Eljero Elia. ·

Bremen - Eljero Elia strahlte über das ganze Gesicht – eigentlich den ganzen Tag lang. Auf dem Trainingsplatz klatschte er lächelnd mit den Teamkollegen ab, dann nahm Coach Thomas Schaaf den 25-jährigen Niederländer in den Arm und gratulierte ihm zum zweiten Kind.

Am Mittwoch war Elia Vater geworden – wieder eine Tochter, die auf den klangvollen Namen Heavenly Aaliyah Danielle hört. Heavenly, „weil wir im siebten Himmel sind“, sagte Elia. Aaliyah nach der 2001 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen US-Sängerin – und Danielle, weil eine gute Freundin der Familie so heißt.

Elias Lebensgefährtin Sanne hatte in einer Klinik nahe Alkmaar entbunden, „weil da auch unser erstes Kind geboren ist und wir uns dort sehr wohl gefühlt haben“, meinte Elia, der gestern Nachmittag nach dem Training schwärmte: „Ich fühle mich super!“

Und das könnte sich auch auf dem Platz widerspiegeln. Vor der Geburt – das verriet Elia – war er „schon ein bisschen angespannt und aufgeregt. Ich dachte, vielleicht schaffe ich es nicht rechtzeitig, um dabei zu sein. Aber es hat geklappt, alles ist gut gelaufen. Ich bin erleichtert – und das wirkt sich auf den Fußball aus, das gibt mir mehr Power.“ Elia kennt dieses Gefühl bereits von seiner inzwischen dreijährigen Tochter Sael: „Bei unserem ersten Baby war es genauso. Danach habe ich beim HSV super gespielt. Ich hoffe, dass es jetzt wieder so ist.“

Noch wartet er auf sein erstes Bundesliga-Tor für Werder – und seine Leistungen waren zuletzt eher durchwachsen. Sportchef Klaus Allofs ist dennoch „zufrieden, wie er hier angefangen und sich eingebracht hat. Dass es Schwankungen gibt, gilt nicht nur für ihn, sondern für die gesamte Mannschaft.“ Elia fehle laut Allofs „das sichtbare Erfolgserlebnis – ein Tor.“ Für Teamkollege Zlatko Junuzovic ist es nur eine Frage der Zeit, „bis der Knopf bei ,Elli‘ aufgeht“.

Vielleicht klappt’s schon morgen (15.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten FC Schalke 04. Chancen dürfte es einige geben, glaubt Elia, der mit einem offenen Schlagabtausch der beiden offensivstarken Teams rechnet: „Das wird ein schönes Spektakel. Schalke gehört zu den besten Bundesliga-Mannschaften. Aber wenn wir gut drauf sind, ist auch dort etwas möglich.“

Mit einem Duo aus der Schalker Abteilung Attacke spielt der Bremer Flügelmann gemeinsam in der niederländischen Nationalmannschaft. Linksaußen Ibrahim Afellay (zwei Bundesliga-Saisontore) und Mittelstürmer Klaas-Jan Huntelaar (drei) seien „gute Typen und super Fußballer. Und sie sind sehr gefährlich“, urteilt Elia: „Wenn Klaas eine Chance im Sechzehner bekommt, ist der Ball drin – das weiß man. Und Ibrahim kommt auch immer mehr ins Rollen.“ Das würde Elia, in Bezug auf die Tore, auch von sich nur allzu gerne behaupten. · mr

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