Werder-Profi gibt sich reumütig und einsichtig

Elia: Angreifen, nicht aufgeben

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Eljero Elia

Bremen - Neustart bei Werder, Neubeginn für Eljero Elia: Wenn die Bremer in acht Tagen die Vorbereitung auf die neue Saison aufnehmen, steht der niederländische Profi nach dem für ihn unschönen Ende der vergangenen Spielzeit ganz besonders im Fokus.

„Ich will das Vertrauen der Fans und der Verantwortlichen zurückgewinnen“, sagt Elia in der „Sport Bild“ und wischt mit einem Satz auch die um ihn rankenden Wechselspekulationen beiseite: „Ich gebe nicht auf, ich verlasse nicht den Verein.“

Wie auch? Sein Vertrag läuft noch bis 2016, und nach einer Saison mit größtenteils schwachen Leistungen und ohne Bundesliga-Tor ist der 26 Jahre alte Außenstürmer auf dem Transfermarkt alles andere als heiß begehrt. Elia und Werder bleibt im Grunde gar nichts anderes übrig, als es weiter miteinander zu versuchen. Aber wenn schon, dann richtig, sagt sich der Niederländer offenbar und kündigt für die kommende Spielzeit bessere Leistungen an: „Letzte Saison war ich nicht gut drauf. Nach einer guten Hinrunde folgte eine beschissene Rückserie. Ich muss Konstanz in mein Spiel bekommen.“

Vor allem muss er aber begreifen, dass Aktionen wie der nächtliche Ausflug mit seinem Kumpel Marko Arnautovic zwei Tage vor dem wichtigen Spiel bei Bayer Leverkusen ein No-Go sind im Bundesliga-Geschäft. Beide wurden für ihr Verhalten bis zum Saisonende suspendiert, beide machten zunächst nicht den Eindruck, als wären sie einsichtig. Nun aber gibt sich Eljero Elia reumütig. „Natürlich war die Geschichte damals nicht clever von mir. Es war ein Fehler, der mir leidtut. Aber ich habe es auch nicht böse gemeint“, erklärt er. Die Wochen in der Verbannung – das Duo durfte nur mit der U 23 trainieren – hätten sich „beschissen“ angefühlt, gibt Elia zu: „Es war für mich eine total schwierige Zeit. Ich fühlte mich am Anfang erst wie im falschen Film. Plötzlich gehörst du nicht mehr zur Mannschaft. Aber ich konnte die Entscheidung natürlich verstehen.“

Jetzt geht sein Blick nur nach vorne. „Die Geschichte“, meint der Vize-Weltmeister von 2010, „ist für mich vorbei. Ich habe nur noch Werder im Kopf.“ Und die Nationalmannschaft. In der vergangenen Saison wurde er von Bondscoach Louis van Gaal zweimal nominiert, doch weil Elias Leistungen bei Werder auf unterer Stufe stagnierten, war er schnell wieder raus aus der „Elftal“. Nun naht die WM 2014, und eine Ticket nach Brasilien ist das erklärte Ziel des Werder-Profis: „Die Rückkehr in die Nationalmannschaft kann ich schaffen. Ich muss einfach nur gut spielen. In meiner Heimat weiß man: Wenn ich gut drauf bin, bin ich der beste Linksaußen Hollands.“ · csa

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