Neustart unter Dutt / „Ich bin kein Problem“

Elia: „Alles muss besser werden“

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Erste Kontaktaufnahme auf dem Trainingsplatz. Robin Dutt und Eljero Elia, das „Nicht-Problem“. ·

Bremen - Die Verbannung ist Vergangenheit, Eljero Elia gehört seit gestern wieder zum Werder-Team – und der Holländer weiß, was die Stunde geschlagen hat. „Es ist eigentlich ganz einfach: Alles muss besser werden“, sagte der 26-jährige Außenstürmer nach dem Laktattest zum Trainingsauftakt.

Der 5,5 Millionen-Einkauf von Juventus Turin hatte in der vergangenen Saison kein einziges Bundesliga-Tor erzielt und sich mit einer nächtlichen Spritztour nach Holland mitten im Abstiegskampf ins Abseits geschossen. Dafür wurde er suspendiert – und von vielen Teamkollegen hart kritisiert. Doch das Thema sei abgehakt. „Ich bin hier kein Problem. Oder hast du ein Problem mit mir, Lukas?“, fragte Elia auf dem Weg vom Trainingsplatz zur Kabine den neben ihm laufenden Lukas Schmitz. Der grinste und antwortete brav: „Natürlich nicht.“ Elias Beweisführung war aber noch nicht zu Ende. „Holger, was sagst du: Bin ich hier ein Problem?“, holte der 26-Jährige auch Physiotherapeut Holger Berger in den Zeugenstand – und dieser erwiderte trocken: „Nein, du doch nicht, Elli!“

Clemens Fritz hatte die Geschichte um Elia und dessen Kumpel Marko Arnautovic – gleiches Vergehen, gleiche Strafe – dagegen sehr wohl als Zündstoff betrachtet und im Urlaub gehandelt. „Rein zufällig“ habe er erst den einen, dann den anderen getroffen. Und bei der Gelegenheit ausgelotet, ob beide wieder ins Team zu integrieren sind. „Wichtig ist, dass sie erkennen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Ich glaube, das ist der Fall“, fasste der Kapitän das Ergebnis der Zufallsgespräche zusammen. Nun sei es an der Zeit, das Gewesene zu vergessen. Fritz: „Als Mannschaft sind wir bereit, sie wieder aufzunehmen.“

Elia ist zufrieden damit. Die Wechselspekulationen, die sich seit Wochen um ihn ranken – über Interesse aus Griechenland (PAOK Saloniki) und England (FC Liverpool) wurde berichtet –, ignoriert er einfach. „Von Angeboten weiß ich nichts“, behauptete er: „Ich bin hier, ich habe noch drei Jahre Vertrag – damit ist alles gesagt.“

Fast alles. Bleibt noch abzuklären, was der Angreifer verändern wird, damit das zweite Jahr besser wird als das erste. „Ich muss härter arbeiten“, lautete seine lapidare Antwort. Ins Detail will und kann er noch nicht gehen. Da gilt es sicher auch, ein Gespräch mit dem neuen Coach Robin Dutt abzuwarten, um dessen Vorstellungen kennenzulernen. Eines versichert Elia aber schon: „Ich habe im Urlaub jeden Tag trainiert, bin topfit. Ich freue mich, dass es wieder losgeht. Ich bin topmotiviert.“ · kni

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