„Ich habe aus Frust überreagiert“ / Trainer Schaaf schmeißt Kroaten vom Platz

Eklat im Werder-Training: Vranjes schlägt Husejinovic

Bremens Mittelfeldspieler Jurica Vranjes gingen gestern die Nerven durch.

Bremen - Von Arne Flügge. Jurica Vranjes sind gestern die Nerven durchgegangen. Nach einem Zweikampf im Training ist der Bremer Mittelfeldspieler mit Said Husejinovic aneinander geraten und hat dem jungen Bosnier mit Oberarm und Schulter einen Schlag auf die Brust verpasst.

Trainer Thomas Schaaf reagierte sofort und warf Vranjes vom Platz. „Das war eine Aktion, die wir nicht akzeptieren können. So geht man nicht mit einem Mitspieler um. Daher habe ich ihn in die Kabine geschickt“, erklärte der Werder-Coach.

Vranjes wird für seine Aktion nun tief in die Tasche greifen müssen. „Es wird eine Geldstrafe geben“, kündigte Sportchef Klaus Allofs gestern an. Darüber hinaus wird es aber keine weiteren Sanktionen gegen den bei Werder ausgemusterten Profi geben. „Juri hat sich bei Said, dem Trainer und mir entschuldigt. Damit ist die Sache ausgestanden“, sagte Allofs. Allerdings wird sich Vranjes für diese Aktion wohl noch ein paar passende Worte vom Kapitän anhören müssen. „Dass im Training geschlagen wird, so etwas darf nicht vorkommen. Das gehört sich einfach nicht“, zeigte sich Torsten Frings verärgert.

Vranjes spielt in den Planungen von Schaaf überhaupt keine Rolle mehr. Seit Wochen ist der 29-Jährige nicht mehr im Kader, für die Partie am Sonntag gegen Hannover hatte Schaaf sogar lieber zwei U 23-Spieler nominiert, die noch am Samstag in Ingolstadt gespielt und dann eine neunstündige Busfahrt in den Knochen hatten.

Das ist freilich auch an Vranjes nicht spurlos vorübergegangen. „Natürlich hat sich auch Frust bei mir angestaut. Da kommt vieles zusammen“, räumte Vranjes ein und beteuerte: „Ich wollte ihn nicht absichtlich treffen oder gar verletzen. So etwas war noch nie meine Art.“

Fakt ist aber, dass der Kroate seinen Mitspieler getroffen hat – und zwar auf eine Art, die Trainer Schaaf überhaupt nicht geschmeckt und Husejinovic wehgetan hat. „Er hat mir auf die Brust geschlagen. Ich weiß auch nicht, was mit ihm los war“, staunte der 22-Jährige, „vielleicht war er ein bisschen nervös.“

Aufgestauter Frust, der sich jetzt entladen hat, ist wohl treffender. „Ich habe überreagiert und dem Trainer gesagt, dass er mir Leid tut“, räumte Vranjes ein: „Ich hab’s aber ja auch nicht gerade leicht hier.“

Womit Vranjes ohne Zweifel Recht hat. Selbst Klaus Allofs sagt, dass sein im Abseits stehender in „keiner einfachen Situation“ ist. „Dass aus Frust manchmal Dinge passieren, die nicht passieren dürfen, ist verständlich, doch wir können und werden das nicht tolerieren“, meinte der 52-Jährige.

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