„Ich mag die 10“ / Schaaf fordert „Marke“

Ekicis Neustart mit der Lieblingsnummer

Der Laktattest-Piekser scheint nicht weh zu tun: Mehmet Ekici sieht jedenfalls sehr entspannt aus. ·

Bremen - Am Ende eines langen ersten Trainingstages war Mehmet Ekici dann doch ziemlich platt. Nach der Nachmittagseinheit ließ er sich auf den Rasen plumpsen und von Physiotherapeut Holger Berger behandeln. Aber keine Sorge: Es war nur ein Auflockern der Muskeln, der 22-jährige Mittelfeldmann ist nicht schon wieder verletzt.

„Es geht mir sehr gut“, hatte Ekici schon am Vormittag nach dem Laktattest gesagt, „ich bin endlich schmerzfrei. Jetzt will ich die ganze Vorbereitung durchziehen und dabei vor allem gesund bleiben – der Rest kommt von allein.“

Der türkische Nationalspieler ist richtig heiß auf die Saison. Er will im zweiten Jahr in Bremen den Neustart – und das als Spielmacher. Auch deshalb hat er sich die nach Marko Marins Wechsel zum FC Chelsea freie „10“ geschnappt. „Das war mein Wunsch“, bestätigte Ekici, „ich mag die Nummer, ich trage sie auch in der Nationalmannschaft – und ich denke, für meine Position ist sie geeignet.“

Gegen Ende einer Saison zum Vergessen hatte sich Ekici Anfang April an der Leiste operieren lassen, schuftete danach intensiv für sein Comeback: „Ich habe fast durchgearbeitet, habe nur zwei Wochen Urlaub gemacht – aber das reichte. Jetzt bin ich richtig heiß auf den Ball.“

Trainer Thomas Schaaf freut sich über solche motivierten Äußerungen des letztjährigen Sorgenkindes: „,Memo‘ hat sein Potenzial bislang bei weitem nicht ausgeschöpft. Ich hoffe, dass er jetzt alle Wehwehchen und Verletzungen abgelegt hat.“ Ekici soll sich in der neuen Saison „durchsetzen und behaupten“, fordert Schaaf: „Er soll eine Marke setzen.“ · mr

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