Ekici – und das Versprechen vom Doc

Geht's ihm bald wieder besser – oder macht Mehmet Ekici hier gute Miene zum bösen Spiel? Werder und Teamarzt Dr. Dr. Götz Dimanski jedenfalls wollten mit den vom Neuzugang selbst geschürten Spekulationen aufräumen. ·

Werder-Bremen - DONAUESCHINGEN · Nach den Spritzen in Nürnberg gibt‘s für Mehmet Ekici jetzt Strahlen in Bremen – und dann soll alles gut sein. Werder-Teamarzt Dr. Götz Dimanski verspricht jedenfalls eine schnelle Genesung des seit zwölf Tagen verletzten Fünf-Millionen-Euro-Transfers durch eine radiologische Therapie: „Mehmet wird in wenigen Tagen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können.“

Nicht nur damit reagierte der Bundesligist gestern ziemlich resolut auf den Wirbel um Ekici, den dieser tags zuvor selbst ausgelöst hatte. Der Club verbreitete auch noch eine vermeintliche Richtigstellung mit dem Titel „Ekici klärt Missverständnis auf“. Nachdem der 21-Jährige am Dienstag in einer Presserunde im Trainingslager in Donaueschingen ganz klar den Eindruck vermittelt hatte, er sei über die gesamte vergangene Saison in Nürnberg wegen Adduktorenproblemen – übrigens ähnlich den aktuellen Beschwerden – fitgespritzt worden, hieß es gestern von ihm: „Ich hatte Probleme, habe aber in der gesamten Saison zwei Spritzen bekommen, das war es. Als ich zu Werder kam, war ich beschwerdefrei.“

Auch die Tatsache, dass Ekici seine beiden im April 2010 operierten Leisten als „meine Schwachstellen“ bezeichnet hatte, wurde von Dr. Dimanski in der Erklärung aufgegriffen und relativiert: „Viele Spieler haben dort Probleme, andere im Rücken oder im Sprunggelenk. Dass Spieler Schwachstellen haben, ist völlig normal. Wir haben die entsprechenden Möglichkeiten, um bei Mehmet eine dauerhafte Stabilisierung zu erreichen.“

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Die schmerzhafte Ekici-Erklärung

Dass der Club gestern so in die Offensive ging, hat einen einfachen Grund: Der Verdacht, Werder könnte einen verletzten Hoffnungsträger und Dauerpatienten verpflichtet haben, soll dringend ausgeräumt werden. Dabei hatte der Verein die Spekulationen durch ein unglückliches Versteckspiel selbst angeheizt. Denn nur wenige Stunden nach dem von Werder selbst organisierten Pressegespräch mit Ekici reiste dieser zur weiteren Behandlung nach Bremen ab. Die teilnehmenden Journalisten wurden darüber nicht informiert, nur einige wenige erfuhren es über Umwege. Das machte die Geschichte noch brisanter und warf viele Fragen auf. Hat Werder beim Medizincheck gepennt? Oder hat der Club diese Probleme zu blauäugig in Kauf genommen? Oder hat der Spieler gar diese Schwachstellen verschwiegen? Drei Mal „Nein“ hieß es dazu gestern bei Werder. „Ich gehe nicht davon aus, dass Mehmet lange ausfallen wird oder wir einen verletzten Spieler gekauft haben“, sagte Trainer Thomas Schaaf: „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der 1. FC Nürnberg etwas Unseriöses getan hat.“

Fakt ist aber, dass für Ekici und Werder weitere schmerzstillende Spritzen kein Thema sind. Die bisherige Behandlung soll durch die dreitägige radiologische Therapie in Bremen zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Ob das schon für ein dauerhaftes Happy End reicht, bleibt abzuwarten. · kni

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