Auch Prödl ein Belek-Gewinner

Ekici nimmt Fahrt auf

Mehmet Ekici

Belek · Um 19.25 Uhr landete gestern das Flugzeug mit der Werder-Mannschaft an Bord in Bremen. Ende einer achttägigen Dienstreise in die Türkei und kurze Verschaufpause, bevor schon heute 10.00 Uhr wieder trainiert wird.

Die Spieler zog‘s natürlich sofort nach Hause, aber nicht alle kehrten mit einem guten Gefühl heim. Die einen haben in Belek ihre Chance genutzt, sich in den Vordergrund zu bringen, andere nicht. Beispiele:

Mehmet Ekici: Es ist nicht so, dass der Deutsch-Türke im Land seiner Vorfahren den Fußball neu erfunden hätte. Ekici ist nicht binnen weniger Tage vom krisengeplagten Möchtegern-Spielmacher zum Top-Regisseur mutiert. Aber er hat speziell in den Testspielen auf sich aufmerksam gemacht. „Wesentlich effektiver“ – das ist das Lob, das Trainer Thomas Schaaf für die Leistung des 21-Jährigen fand: „Er hat mehr Präsenz und Aktivität gezeigt.“ Zählbarer Nachweis: Eine Torvorlage gegen Anderlecht, ein Treffer gegen Alkmaar.

Tom Trybull: Die Überraschung in Belek. Vor dem Trainingslager hatte ihn kaum jemand auf der Rechnung, dann war der 18-Jährige auf der Position des verletzt zu Hause gebliebenen Aaron Hunt in beiden Testspielen Mitglied der Startelf. Zu behaupten, er hätte dabei geglänzt, wäre zwar weit überzogen, aber Trybull hat sich behauptet. „Dass er technisch stark ist, wussten wir. Jetzt muss er sich an das höhere Niveau gewöhnen. Tom hat dabei einen guten Schritt gemacht“, erklärte Schaaf. Ob das schon reicht, um für die Partie in Kaiserslautern eine Alternative zu sein, bleibt abzuwarten.

Sebastian Prödl: In Abwesenheit des verletzten Naldo absolvierte Prödl ein starkes Trainingslager. In zwei Testspielen unterliefen ihm nur wenige Fehler – anders als Andreas Wolf, der bei seinem Kurzeinsatz gegen Anderlecht gleich zweimal entscheidend patzte. Prödl hat Wolf, der in der Hinrunde oft den Vorzug bekommen hatte, wieder überholt.

Wesley: Der Brasilianer kriecht dagegen weiter auf der rechten Spur, während andere links vorbeiziehen. Einsatz und Leistung stimmten nicht. So wird es nichts bei Werder (siehe Artikel rechts).

Marko Marin: Die Hüftprobleme, die ihn am Ende der Hinrunde plagten, wirken offenbar noch nach. Schmerzfrei sei er zwar, sagte Marin, aber noch nicht in Form. Letztlich spielte er nur 45 Minuten gegen Anderlecht – es war die schwache Werder-Halbzeit. Für Marin werden der Wintercup in Düsseldorf und die Partie bei Hansa Rostock zum Gradmesser. · csa

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