Wie Werder im Winter neue Spieler bekommen kann / Auch mit Juventus könnte es ganz schnell gehen

Ekici-Effekt oder den Sommer vorziehen

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Mehmet Ekici kommt bei Werder einfach nicht richtig auf die Beine. ·

Bremen - Ein Transfer hier, ein Transfer dort – der eine oder andere Bundesligist hat schon zugeschlagen. Werder nicht. Im Gegenteil: Die Bremer haben in Tom Trybull (für 100 000 Euro zum FC St. Pauli) sogar einen Spieler abgegeben.

Ersatz soll nicht kommen. „Zu diesem Zeitpunkt kann ich sagen: Wir haben keinen Wintertransfer geplant. Erstens, weil wir unseren Konsolidierungskurs nicht verlassen wollen und daher finanziell eingeschränkt sind. Zweitens, weil es im Winter schwierig ist, echte Verstärkungen zu bekommen“, erklärt Eichin.

Doch ausgeschlossen ist es deshalb noch lange nicht. „Wir arbeiten jetzt schon für den Sommer. Daraus kann sich natürlich immer auch etwas für jetzt ergeben“, berichtet Eichin. So wie es bei St. Pauli und Trybull war. Der 20-Jährige hätte Werder im Sommer ablösefrei verlassen können, also einigten sich die Clubs schon jetzt auf einen Wechsel.

Während diese Einnahme Werder auf dem Transfermarkt nicht wirklich handlungsfähiger macht, wäre das im Fall Mehmet Ekici sicher anders. Der türkische Nationalspieler hat immer noch einen großen Namen, könnte durchaus eine Millionen-Einnahme bringen. Vor zweieinhalb Jahren hatte Werder für Ekici immerhin fünf Millionen Euro an den FC Bayern München überwiesen. Es ist längst ein offenes Geheimnis, dass Werder ihn für eine anständige Ablöse ziehen lassen würde. Die türkischen Erstligisten Fenerbahce und Trabzonspor sollen interessiert sein, ebenso russische Clubs. „Es gehen immer wieder Anfragen für Memo ein, aber es gibt keine Verhandlungen. Ich höre mir alles an, kein Spieler ist unverkäuflich. Momentan ist es nicht geplant, ihn abzugeben“, sagt Eichin in bester Managersprache. Er darf keinen Spieler ins Schaufenster stellen, weil dieser sonst zum Schnäppchen wird.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Ekici-Wechsel in dieser Transferperiode ist ohnehin gering – und das liegt vor allem am Spieler. Der 23-Jährige, der in Bremer noch bis 2015 unter Vertrag steht, ist zwar bei Werder unzufrieden, aber von den bisherigen Angeboten nicht wirklich angetan.

Werder muss also auf andere Lösungen setzen – zum Beispiel auf die gerade erst vereinbarte Zusammenarbeit mit Juventus Turin. „Wir schauen zwar eher auf den Sommer, aber bei so einer Kooperation weiß man nie, da kann es plötzlich ganz schnell gehen“, sagt Eichin, der sich Ende der vergangenen Saison auch in Spanien nach neuen Spielern umgeschaut hat. Dort gebe es wie in Italien viele hochtalentierte Profis, die es nicht zu den Topclubs schaffen, aber für die Bundesliga sehr interessant seien. Dabei stellt Eichin klar: „Wir holen nicht nur ausländische Spieler. Der Kader wird immer eine Mixtur sein. Spitzenspieler aus der Bundesliga, die unter Vertrag stehen, können wir uns nicht leisten. Aber es gibt genug andere interessante deutsche Spieler – italienische und spanische allerdings auch.“

Bis Ende Januar ist das Transferfenster geöffnet – und deshalb muss es noch keinen Fan beunruhigen, wenn Eichin sagt: „Im Moment haben wir kein heißes Eisen im Feuer.“ · kni

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