Eichin gewöhnt sich langsam an die Ablösesummen

„Im Eishockey ist es wesentlich einfacher“

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Thomas Eichin blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich habe ein Budget, mit dem man viele gute Sachen machen kann.“

Bremen - Von Björn Knips. Thomas Eichin gibt es offen zu: „Ein paar Tage Urlaub hätte ich mir schon gerne gegönnt. Aber das geht nicht.“ Der Sportchef des SV Werder Bremen arbeitet täglich daran, den Bundesligisten nach einer völlig verkorksten Saison wieder stark zu machen. Mit neuen Spielern. Aber das ist gar nicht so einfach, denn nach seinem Sportartwechsel im Winter muss sich Eichin ziemlich umstellen.

„Im Eishockey ist es wesentlich einfacher. Da gibt es Spieler ohne Ende. Man fischt sich die Besten raus, verhandelt mit ihnen und mit keinem anderen. Es geht eigentlich nie um Ablösesummen, weil die meisten Verträge nur ein Jahr oder noch kürzer laufen“, berichtet Eichin von seiner Zeit als Manager der Kölner Haie. Nun muss sich der 46-Jährige aber auch mit diversen Beratern und oftmals auch mit anderen Clubs auseinandersetzen. „Das ist natürlich komplizierter und wesentlich zeitaufwändiger“, gesteht Eichin: „Aber das ist nicht schlimm. Ich wusste ja, was auf mich zukommt.“

Eichin war selbst Fußball-Profi, kennt das Geschäft also bestens und hat inzwischen auch schon seine ersten Transfererfahrungen mit Ablösen gemacht: So kaufte er Nils Petersen vom FC Bayern (für drei Millionen Euro plus Bonuszahlungen im Erfolgsfall) und Cedrik Makiadi vom SC Freiburg (drei Millionen Euro). Mindestens zwei weitere Spieler sollen noch folgen. „Ein Innenverteidiger und ein Stürmer“, sagt Eichin. Alles weitere werde die Vorbereitung zeigen.

Der Kader soll verkleinert werden

Schließlich soll der neue Coach Robin Dutt mitentscheiden. „Er muss sich ein Bild davon machen, wer sich durchsetzen kann und wer nicht. Jeder fängt bei Null an“, betont Eichin und macht den 30 Werder-Profis schon einmal Druck: „Wir haben keinen kleinen Kader. Da wird sicher etwas passieren.“ Verkäufe, Ausleihen – alles ist möglich. Und dadurch könnte wieder Spielraum für weitere Neuzugänge entstehen. „Wir befinden uns auf einem Konsolidierungskurs – und ich kann hier nicht mit den Millionen um mich schmeißen“, stellt der Sportchef einerseits klar, sagt aber anderseits auch: „Ich habe ein vernünftiges Budget, mit dem man viele gute Sachen machen kann.“

Ins Detail will er dabei nicht gehen und über Namen schon gar nicht sprechen. Denn die Konkurrenz liest mit. Wie im Fall Aleksandar Tonew. Beim Stürmer vom polnischen Erstligisten Lech Posen wähnte sich Eichin auf einem sehr guten Weg, ehe Aston Villa dazwischengrätschte und das Rennen machte.

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Der Werder-Sportchef hat längst neue Kandidaten im Blick – und täglich kommen weitere dazu. „So um die 15“, berichtet Eichin: „Die müssen vorgesichtet und geprüft werden.“ Das kostet Zeit – und Eichin den Urlaub. „Egal“, sagt er: „Ich werde ganz bestimmt nicht rumjammern. Dafür gibt es keinen Grund.“

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