Last-Minute-Treffer und Torwart-Verletzung

Jubel um Rashica, Sorge um Pavlenka - 2:1 in Frankfurt

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Riesenjubel bei Milot Rashicas Last-Minute-Siegtor gegen Eintracht Frankfurt.

Frankfurt - Zweites Saisonspiel, erster Sieg! Bei Eintracht Frankfurt ist Werder Bremen am Samstagnachmittag der erhoffte Auswärtserfolg geglückt - 2:1 (1:0).

Yuya Osako hatte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt vor der Pause verdient mit 1:0 in Führung gebracht. Nach dem Wechsel glich Sebastien Haller allerdings per Foulelfmeter aus. Ganz bitter für Werder: Bei der Szene, die zum Strafstoß führte, verletzte sich Torhüter Jiri Pavlenka am Kopf und musste benommen vom Platz. Für großen Jubel sorgte dann Joker Milot Rashica, der in der Nachspielzeit per Freistoß traf.

Vor dem Duell hatte Kohfeldt im Vergleich zum 1:1 gegen Hannover 96 nur eine Änderung in seiner Startformation vorgenommen: Für Florian Kainz rutschte Rückkehrer Martin Harnik in die Bremer Anfangsformation. Der Angreifer, der im Sommer aus Hannover gekommen war, stand somit erstmals nach exakt 3395 Tagen wieder für Werder auf dem Platz. Im Mittelpunkt standen aber andere.

Osako trifft zum 1:0 für Werder

Nach einer von beiden Seiten verhalten geführten Anfangsphase war es Frankfurts Stürmer Sebastien Haller, der den ersten Torabschluss des Spiels verbuchte: Sein Kopfball nach Flanke von Filip Kostic flog allerdings über das Tor (14.). Kurz zuvor hatten die Hausherren bereits einen Rückschlag hinnehmen müssen: Innenverteidiger Carlos Salcedo musste nach einem Zweikampf mit Davy Klaassen verletzt vom Platz. Er wurde durch Evan Ndicka ersetzt (11.).

Werder fand erst nach und nach den Weg nach vorne - dann aber so richtig. Zunächst vergab Kapitän Max Kruse nach schöner Hereingabe von Osako eine Großchance zur Führung, weil seinem Kopfball-Aufsetzter die Wucht fehlte (16.). Kurz darauf kam dann Osako selbst zum Abschluss - und machte es besser.

Yuya Osako bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt.

Nach schönem Pass von Maximilian Eggestein überwand der Japaner in der 20. Minute den nach Frankfurt zurückgekehrten Torhüter Kevin Trapp, Anerkennung fand der Treffer aber erst einige Minuten später. Das Schiedsrichtergespann um Referee Sören Storks hatte zunächst fälschlicherweise auf Abseits entschieden. Aber nicht Torschütze Osako, sondern der an der Szene unbeteiligte Kruse hatte in der verbotenen Zone gestanden. Der Videobeweis griff ein und korrigierte die Entscheidung - 1:0 für Werder!

Kurz darauf hätte Osako nach flacher Harnik-Hereingabe das 2:0 nachlegen können, allerdings war David Abraham im Strafraum vor ihm am Ball (30.). Werder hatte nun Oberwasser, hatte mehr vom Spiel - und ab der 32. Minute auch einen Mann mehr auf dem Platz. Weil er Theodor Gebre Selassie an der Außenlinie ins Gesicht gefasst hatte, sah Frankfurts Linksverteidiger Jetro Willems von Storks die Rote Karte (32.) - eine alternativlose Entscheidung.

Eintracht-Trainer Adi Hütter (den Werder im Winter aus Bern holen wollte) wechselte erneut, nahm Rechtsaußen Nicolai Müller vom Platz und brachte dafür Linksverteidiger Taleb Tawatha (35.). Eine Maßnahme, die ihren Teil dazu beitrug, dass die Gastgeber ohne weiteres Gegentor in die Pause kamen.

Plogmanns Debüt wegen Pavlenkas Verletzung

Die zweite Hälfte hatte dann kaum begonnen, da kam es für Werder ganz, ganz bitter. Nach einer viel zu kurz geratenen Kopfball-Rückgabe von Ludwig Augustinsson rasselte Torhüter Pavlenka mit Mijat Gacinovic zusammen (48.). Pavlenka bekam den Arm des Frankfurters mit voller Wucht gegen den Kopf und musste nach langer Behandlungspause benommen vom Platz getragen werden. Für ihn kam der erst 18-jährige Luca Plogmann in die Partie und war bei seinem Bundesliga-Debüt gleich voll gefordert.

Weil Gacinovic klar vor Pavlenka am Ball gewesen und dann abgeräumt worden war, gab es Elfmeter für die Gastgeber. Haller trat an, ließ Plogmann keine Chance und sorgte für das 1:1 (54.). Nach Stefanos Kapinos, Michael Zetterer und Jaroslav Drobny haben die Bremer in Pavlenka nun schon den vierten verletzten Torhüter zu beklagen.

Frankfurts Sebastian Haller verlädt den eingewechselten Werder-Torwart Luca Plogmann beim Elfmeter - 1:1.

In den ersten Minuten nach dem Ausgleich wackelten die Gäste ganz gehörig. Kohfeldt entschied sich, ein Zeichen zu setzen und brachte Claudio Pizarro für den insgesamt schwachen Harnik (59.). Nur eine Minute später traf Osako per Kopf zum 2:1 - dieses Mal allerdings wirklich aus Abseitsposition, sodass der Treffer nicht zählte.

Werder befreite sich allmählich aus der Frankfurter Umklammerung und setzte in der Offensive wieder Akzente. Kruse aus der Distanz (73.), Gebre Selassie per Direktabnahme (77.) und Pizarro (83./87.) brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Kohfeldt setzte nun alles auf eine Karte und schickte Milot Rashica für Bargfrede aufs Feld (83.). In der Nachspielzeit hatte der neue Mann den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte zunächst aber an Trapp (90.+1). Es folgte Rashicas ganz großer Auftritt: Per Freistoß schoss er Werder ins Glück: Sein Versuch in der 96. Minute landete im Tor!

Werder Bremen: Pavlenka (53. Plogmann) - Augustinsson, Moisander, Veljkovic, Gebre Selassie - Bargfrede (83. Rashica), M. Eggestein, Klaassen - Harnik (59. Pizarro), Kruse, Osako

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Werder Bremen feierte in letzter Sekunde einen 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt.
Werder Bremen feierte in letzter Sekunde einen 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. © dpa
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Werder Bremen feierte in letzter Sekunde einen 2:1-Sieg  gegen Eintracht Frankfurt. © gumzmedia
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Werder Bremen feierte in letzter Sekunde einen 2:1-Sieg  gegen Eintracht Frankfurt.n
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Quelle: DeichStube

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