Einstieg ins Teamtraining in zehn bis 15 Tagen / Für die Zukunft noch nicht „das richtige Bauchgefühl“

Prödl wieder in Bremen: Raus aus dem Einzelsportlermodus

Mit Oberlippenbart und guter Laune: Sebastian Prödl beim Lauf durch den Bürgerpark.
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Mit Oberlippenbart und guter Laune: Sebastian Prödl beim Lauf durch den Bürgerpark.

Bremen - Nein, mithalten konnte er noch nicht. Als Cheftrainer Viktor Skripnik die Werder-Profis gestern Vormittag zur Ausdauereinheit durch den Bürgerpark scheuchte, war Sebastian Prödl erstmals in diesem Jahr im Kreis der Mannschaft dabei. Zurück in Bremen – für den Innenverteidiger hat die nächste Phase auf dem Weg zum Comeback begonnen. Mühsam allerdings, wie Prödl nach dem Trip in den Bürgerpark zugab: „Ganz habe ich es nicht geschafft, an den Jungs dran zu bleiben. Ich merke schon noch den Rückstand.“ Oder besser gesagt: Prödl wurde vom Rest eiskalt abgehängt.

Wen wundert’s? Am 7. Dezember war Prödl mit einem Innenbandanriss im rechten Knie ausgefallen, die Reha absolvierte er beim Physiotherapeuten der österreichischen Nationalelf im pfälzischen Herxheim. Jetzt ist er zwar wieder gesund, aber noch nicht fit. Nicht nur die Kraft fehlt, sondern auch das absolute Vertrauen in das verletzte Knie. „Es fühlt sich gut an, aber ein bisschen spüre ich noch was“, sagt der 27-Jährige. Beides baut sich wohl erst im Mannschaftstraining wieder richtig auf. Doch bis er das wieder aufnehmen kann, wird es wohl noch „zehn bis 15 Tage“ dauern, so Prödl. Der momentane Stand ist dieser: „Ich kann schon etwas mit dem Ball trainieren, aber mannschaftsfähig ist das noch nicht.“

Die Rückrunden-Vorbereitung der Kollegen verfolgte er folglich nur aus der Ferne. Prödl sagt, er sei in dieser Zeit im „Einzelsportlermodus“ gewesen: „Ich habe mich total auf mich konzentriert, auf meinen Körper, auf mein Knie.“ Und ein bisschen auch auf sein Äußeres. Denn Prödl trägt mittlerweile Oberlippenbart. „Ich wollte halt mal etwas ausprobieren“, lacht er: „Aber keine Sorge, der kommt auch wieder ab.“

Offen für etwas Neues – ob das auch für seine Zukunftsplanung gilt? „Es gibt weiter keine Tendenz“, erklärt der Bremer Abwehrchef, der sich auch nach Wochen des Nachdenkens nicht schlüssig ist, wie es nach Ablauf seines Vertrages im Sommer weitergehen soll. Mit Werder sei er in permanenten Gesprächen, parallel – davon ist auszugehen – prüft er Angebote anderer Clubs. Aber das, worauf er wartet, hat sich bis dato nicht eingestellt: das „richtige Bauchgefühl“.

csa

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