Formanstieg und Frings-Sperre machen ihn zum Hoffungsträger

Auf einmal ist Borowski wieder ganz wichtig

So jubelte Tim Borowski nach seinem Tor gegen den 1. FC Nürnberg, so würde er am liebsten auch am Samstag in Dortmund feiern.

Bremen - Von Carsten Sander · Im Zeitraffer lesen sich die letzten neun Tage im Leben des Fußballers Tim Borowski ungefähr so: Bankdrücker im Pokalhalbfinale gegen den FC Augsburg, stolzer Startelf-Spieler mit Torerfolg gegen den 1. FC Nürnberg, Hoffnungsträger für das Verfolgerduell bei Borussia Dortmund.

Der Rollenwechsel ist frappierend. Doch so ist Fußball, und Borowski genießt, dass die Wertschätzung für ihn wieder steigt. „Ich denke, dass ich in den letzten Wochen zu meiner Form zurückgefunden habe“, sagt er.

Allein an seiner Leistung beim 4:2 gegen Nürnberg (Borowski traf zum 3:0) gemessen, muss ihm Recht gegeben werden. Und der Aufschwung – wenn er denn von Dauer ist – hätte nicht passender kommen können. Denn beim BVB braucht Werder Bremen am Samstag wegen der Sperre für Torsten Frings einen starken „Boro“ im defensiven Mittelfeld. Zuletzt spielten beide Seite an Seite. So, wie es sich die Bremer Verantwortlichen vor Saisonbeginn vorgestellt hatten, als sie den Ex-Nationalspieler von Bayern München zurück nach Bremen holten. Doch es hat lange gedauert, bis Borowski das Vertrauen rechtfertigen konnte. Im Grunde bis vergangenen Samstag – wenngleich er das etwas anders sieht: „Ich denke, dass auch in den Spielen davor schon gute Ansätze zu erkennen waren.“

Aus Ansätzen soll nun Kontinuität werden. „Ich arbeite hart dafür“, meint Borowski und bekräftigt: „Ich habe immer an mich geglaubt.“ Geradezu unerschütterlich war dieser Glaube, fast schon stur. Den Treffer gegen Nürnberg hat er dann als Lohn dafür empfunden: „Das Tor“, sagt er: „hat mir gut getan.“

Vielleicht trägt ihn das Erfolgserlebnis in Dortmund zur nächsten starken Leistung. Gemeinsam mit Philipp Bargfrede wird er das defensive Mittelfeld beackern und soll zeigen, dass die Jagd nach dem Champions-League-Ticket auch ohne Kapitän Frings weitergeht. „Wir müssen unseren Lauf fortsetzen“, fordert Borowski.

Acht Spiele in Folge ohne Niederlage, dabei sechs Siege – Werder hat sich an die Spitze herangepirscht. Doch das war alles umsonst, wenn die Partie in Dortmund verloren geht. Jeder bei Werder weiß das – inklusive Borowski: „Das wird für uns schon ein richtungsweisendes Spiel.“

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