Trotzdem: 4:0 in Ahlen guter Genua-Test

Einiges ging noch ins Leere

Claudia Pizarro brachte Werder in Führung.

Bremen (kni) · Das Ergebnis klang ganz gut – ein 4:0 gibt’s schließlich nicht alle Tage. Und so manch anderer Bundesligist hatte es viel spannender gemacht oder war in der ersten Runde des DFB-Pokals sogar an einem sogenannten „Kleinen“ gescheitert.

Werder Bremen durfte alles in allem mit dem ersten Pflichtspiel der Saison zufrieden sein. Der Erfolg beim Drittligisten RW Ahlen war verdient, zeigte aber auch noch die Probleme der Bremer auf, vielleicht gerade noch rechtzeitig vor dem Hinspiel in der Qualifikation zur Champions League am Mittwoch gegen Sampdoria Genua (20.45 Uhr/Sat.1 live).

„Wir haben gesehen, dass sich da schon Gutes in den Köpfen der Spieler festgesetzt hat“, freute sich Werder-Coach Thomas Schaaf, fügte jedoch kritisch an: „Es gab auch viele Aktionen, die ins Leere gingen.“ Speziell in den ersten 25 Minuten. Bis auf Keeper Tim Wiese, Mittelfeldmann Philipp Bargfrede und Stürmer Claudio Pizarro hatten alle Bremer ihre Probleme. Allerdings nicht nur mit sich, sondern auch mit dem Platz. Anders als in der Bundesliga war das Geläuf vor dem Anpfiff nicht gewässert worden. „Auf so einem stumpfen Platz ist es wirklich schwierig, das Tempo hochzuhalten“, zeigte Werder-Boss Klaus Allofs Verständnis für die Anfangsschwierigkeiten seiner Angestellten.

Die Einzelkritik

Die Einzelkritik: Dreimal die 2, viermal die 4

Nach Pizarros Führungstreffer (28.) klappte es dann immer besser. Nun wurde auch mal erfolgreich kombiniert. Zeitweise sah das schon ganz ordentlich aus. Aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte leistete sich der Favorit einige Nachlässigkeiten. Ohne den verletzten Naldo wirkt die Abwehr unsicher. Sebastian Prödl ist (noch?) kein gleichwertiger Ersatz und Per Mertesacker nach seiner WM-Teilnahme – verständlicherweise – noch nicht bei 100 Prozent. Beinahe wäre er sogar auf null Prozent zurückgefallen. Janis Kraus hatte den Schlappen drauf gehalten, und „Merte“ voll durchgezogen. Das sah ziemlich übel aus. Doch der Bremer hatte Glück, erlitt nur eine Fußprellung. Gestern gab’s endgültig Entwarnung. „Per kann gegen Genua spielen“, versicherte Allofs. Pech hatte dagegen Übeltäter Kraus, der mit einem Bänderriss länger ausfallen wird.

Besser endete die Partie für Hugo Almeida , Tim Borowski und Marko Marin: Sie durften sich als Torschützen feiern lassen und tankten Selbstvertrauen für das Genua-Spiel. „Wir sind mit diesem Spiel einen großen Schritt weiter gekommen. Jeder einzelne ist einen Schritt weiter gekommen. Das war ein wichtiger Einsatz für Marko Marin, für Sebastian Prödl, für Per Mertesacker – einfach für alle“, geriet Allofs sogar ein bisschen ins Schwärmen: „Am Mittwoch werden wir zwar auf einen anderen Gegner treffen, aber wenn wir hellwach unsere Möglichkeiten ausreizen, dann können wir ein gutes Spiel liefern.“

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