Coach Tuchel: „Mit elf Mann hätten wir nicht verloren“

Einer sieht Rot – und Mainz tobt

Babak Rafati zückt Rot gegen Florian Heller.

Mainz (csa) · Es war die Szene, die alle Mainzer auf die Palme brachte. 14 Minuten waren im Stadion am Bruchweg gespielt, als Aaron Hunt seinen Gegenspieler Florian Heller nahe der Mittellinie von hinten umsenste.

Er sei „ein bisschen ins Stolpern geraten“, entschuldigte sich der Bremer später. Doch da war’s für Heller schon lange zu spät. Aus Wut über das Foul setzte der Mainzer zum Revanchetritt an, hielt aber im letzten Moment inne. Schiedsrichter Babak Rafati wertete die Aktion dennoch als Tätlichkeit, zückte Rot. Hunt fand das „vertretbar“, sagte aber auch: „Einen Tritt habe ich nicht gespürt.“ Rafati rechtfertigte dennoch seine Entscheidung: „Auch der Versuch einer Tätlichkeit ist strafbar.“

Doch weil der Versuch quasi abgebrochen wurde, tobten die Mainzer. „Das war niemals ein Platzverweis“, schimpfte Manager Christian Heidel auf Rafati und dessen Gespann: „Soll doch der vierte Offizielle seine Augen aufmachen, der hat doch sonst nichts zu tun.“ Auch Trainer Thomas Tuchel war sauer – nicht nur auf den Schiri, sondern auch auf Hunt, der beim Aufstehen den Ellenbogen ausgefahren hatte. „Wenn Rafati Heller bestraft, was war dann damit?“, klagte Tuchel und erhob den Platzverweis zur spielentscheidenden Szene: „Ich bin mir sicher: Mit elf Mann hätten wir nicht verloren.“

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