Franco Di Santo bringt „neue Qualitäten“

„Einer wie er hat uns noch gefehlt“

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Premiere für Werder: Franco Di Santo.

Bremen - Sein erster Einsatz für Werder Bremen dauerte nur 24 Minuten. Bäume hat Franco Di Santo in dieser Zeit nicht ausgerissen, und auch die Bremer 0:1-Pleite bei Borussia Dortmund hat der Joker nicht verhindert. Dennoch hat es der Argentinier in der kurzen Zeit geschafft, dass die Mitspieler an ihn und seine Fähigkeiten glauben.

„Franco bringt uns neue Möglichkeiten“, sagte Mittelfeldmann Aaron Hunt nach der Bundesliga-Premiere des Stürmers. Dass da vorne jetzt einer steht, der die Bälle behaupten und weiterleiten kann, „hat uns noch ein bisschen gefehlt“, meinte Hunt: „Er ist ein anderer Spielertyp, eine andere Alternative. Das ist gut für uns.“

Auch Verteidiger Sebastian Prödl war zufrieden mit dem neuen Kollegen: „Franco hat gute Ansätze gezeigt und einen robusten Eindruck gemacht. Ich glaube schon, dass er eine Verstärkung für uns sein wird.“

Di Santo war in der 66. Minute für Marko Arnautovic in die Partie gekommen. Der Österreicher hatte sich bis dahin bemüht, seiner Doppelrolle gerecht zu werden. Zum einen sollte er Mats Hummels vor den Füßen stehen, damit der BVB-Verteidiger nicht seine gefürchteten langen Pässe spielen kann. Zum anderen sollte Arnautovic für Entlastungsangriffe sorgen. Den ersten Auftrag erfüllte er, beim zweiten gab‘s Probleme: Es kamen kaum Bälle bei ihm an.

Franco Di Santo wird sich auf der Bank gefragt haben, ob das immer so ist bei Werder. Denn eigentlich war er nach Bremen gekommen, weil er nicht mehr bei einer Mannschaft spielen wollte, „die nur viermal in drei Wochen in den Strafraum“ kommt, verriet Sportchef Thomas Eichin. Bei Wigan Athletic hatte Di Santo ein solches Schicksal erlitten, war am Ende abgestiegen.

In Dortmund muss er ein Déjà-vu gehabt haben. Werder war höchstselten im Sechzehner des BVB zu Gast, Di Santo selbst brauchte nach seiner Einwechslung 21 Minuten, bis er es in den Strafraum schaffte. Und kam zu einem Abschluss, den die Bremer später zum Anlass nahmen, leise über eine verpasste Chance auf einen Punktgewinn zu klagen. Was angesichts von 32:7 Torschüssen und mindestens einem Dutzend klarer Chancen für die absolut dominante Borussia recht mutig war. Thomas Eichin traute sich dennoch: „Auch wenn es sich bescheuert anhört: Ich ärgere mich, dass wir da nichts geholt haben.“

Nils Petersen ärgerte sich auch – und zwar gleich doppelt. Über die Niederlage und die Tatsache, dass er zum Zuschauen verdammt war. Zum ersten Mal, seit er bei Werder ist, saß er in einem Bundesliga-Spiel 90 Minuten auf der Bank. Auch eine Folge des Di-Santo-Transfers. Petersen nahm es hin. „Niemand freut sich, wenn er draußen sitzt. Aber ich werde jetzt nicht mein Einzelschicksal vor das der Mannschaft stellen.“ csa

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