Top-Talent Levin Öztunali freut sich auf Werder

Spielerkarussell dreht sich: Einer kommt, zwei werden gehen

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Für eineinhalb Jahre leihen die Grün-Weißen das erst 18 Jahre alte Top-Talent Levin Öztunali von Bayer Leverkusen aus.

Bremen -von Carsten Sander. Einer kommt, zwei werden gehen: Bei Werder Bremen hat sich am Tag nach dem 2:1-Sieg über Borussia Dortmund zum Hinrundenabschluss das Spielerkarussell in Bewegung gesetzt. Für eineinhalb Jahre leihen die Grün-Weißen das erst 18 Jahre alte Top-Talent Levin Öztunali von Bayer Leverkusen aus. Vor dem Absprung stehen dagegen Eljero Elia und Nils Petersen.

Elia steht in aussichtsreichen Verhandlungen mit dem englischen Premier-League-Fünften FC Southampton, Petersen wird für ein halbes Jahr an den SC Freiburg ausgeliehen. Die Breisgauer erhalten zudem eine Kaufoption. Möglicherweise wird das Leihgeschäft noch heute nach dem Spiel des SC Freiburg gegen Hannover 96 offiziell verkündet.

Sollten Elia und Petersen den SV Werder verlassen, hätte Geschäftsführer Thomas Eichin zwei üppige Gehälter eingespart, geschätzt wird der Etat bis Saisonende um etwa zwei Millionen Euro entlastet. Geld, das in eine Ausleihe von Aaron Hunt investiert werden kann? Möglicherweise ja wenngleich Werder-Sportdirektor Rouven Schröder die Personalie am Samstag schon zu den Akten legte: „Stand der Dinge ist er jetzt kein Thema.“

Levin Öztunali ist dagegen das Thema des Tages – ein pikantes noch dazu. Denn der junge Mittelfeldspieler ist der Enkel von HSV-Idol Uwe Seeler. Künftig kickt er aber für Werder – ganz ohne Berührungsängste. „Nein, die hat er nicht. Er freut sich auf Werder“, sagt Geschäftsführer Thomas Eichin. Und Werder freut sich auf Öztunali, einen aus der Reihe vielversprechender Nachwuchsspieler. Öztunali wurde im Sommer gemeinsam mit Werder-Shootingstar Davie Selke U 19-Europameister. Im Mittelfeld ist der gebürtige Hamburger (wuchs in Norderstedt auf) vielseitig einsetzbar. „Wir gewinnen eine Option mit großer Qualität hinzu. Er ist genau die Art von Transfer, der uns weiterhelfen kann“, erklärt Eichin. Und besonders wichtig: Öztunali kostet wenig – wenn er denn in Bremen viel Spielpraxis bekommt. Das ist die Währung, mit der die Bremer in Leverkusen zahlen.

„Wenn er in Bremen regelmäßig Bundesliga-Luft schnuppert und sein Niveau dadurch noch weiter steigert, dann wird er in absehbarer Zeit auch ein prägender Spieler unserer zukünftigen Mannschaft werden“, sagt Bayers Sportdirektor Rudi Völler zu dem Leihgeschäft: „Was Levin jetzt braucht, ist Wettkampfpraxis auf höchstem Niveau. Das kann ihm Bremen derzeit eher bieten als wir in Leverkusen, wo die Konkurrenzsituation auf seiner Position erheblich größer ist.“

Bei dem Werksclub, zu dem der Sohn einer Seeler-Tochter vor eineinhalb Jahren gewechselt war, steht Öztunali noch bis 2018 unter Vertrag. Bislang kam er in der Bundesliga 15mal zum Einsatz – unter anderem stand er beim 3:3 gegen Werder am dritten Spieltag in der Leverkusener Startelf.

Chefcoach Viktor Skripnik, der Öztunali bereits aus Duellen mit den HSV-Nachwuchsteams bestens kennt, freut sich auf einen „guten Kombinationsspieler“ mit einem „starken Tempodribbling. Er kann auf allen offensiven Positionen eingesetzt werden.“ 

 csa

Werder Bremen - Borussia Dortmund

Werder Bremen hat Borussia Dortmund den nächsten Tiefschlag versetzt und den Vizemeister zur Winterpause auf einen Abstiegsrang verdrängt. Beim verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg am Samstag gegen den Champions-League-Achtelfinalisten gelang den Norddeutschen ein kleiner Befreiungsschlag. © nordphoto
Die Bilder vom Spiel Werder Bremen gegen Borussia Dortmund © nordphoto
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Werder freut sich über Sieg vor Winterpause

“Es ist schon ein schönes Gefühl, eine Mannschaft wie Dortmund geschlagen zu haben“, bekannte Werder-Coach Viktor Skripnik, der aber im gleichen Atemzug mehr Stabilität anmahnte: “Es ist völlig klar, dass wir uns auswärts verbessern müssen.“ © nordphoto
“Es ist schon ein schönes Gefühl, eine Mannschaft wie Dortmund geschlagen zu haben“, bekannte Werder-Coach Viktor Skripnik, der aber im gleichen Atemzug mehr Stabilität anmahnte: “Es ist völlig klar, dass wir uns auswärts verbessern müssen.“ © nordphoto
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