Wie die Werder-Spieler heute in Wolfsburg mit der Trennung von Schaaf und Allofs umgehen

Den einen trösten, den anderen nicht demütigen

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Kreiszeitung Syke

Bremen - Diese Situation mag wirklich niemand: Da trennt sich völlig unerwartet ein jahrelang so glückliches Paar – und dann gibt es ein viel zu schnelles Wiedersehen, das die gemeinsamen Freunde zum Party-Spagat zwingt.

Natürlich halten die Werder-Profis heute in der VW-Arena zu ihrem Trainer Thomas Schaaf und möchten seinen Trennungsschmerz durch einen Sieg etwas lindern. Aber sie wollen auch ihren Ex-Chef Klaus Allofs auf Wolfsburger Seite nicht verteufeln. Deshalb gibt‘s keine Kampfansagen, sondern es gilt das Motto: respektvoller Umgang mit dem Konkurrenten.

„Es wird schon auffallen, dass Klaus nicht auf unserer Bank sitzen wird“, sagt Sebastian Prödl und grinst. Doch der Österreicher weiß natürlich, dass das Thema durchaus ernst ist, alle Augen heute Nachmittag auf seinen ehemaligen Chef gerichtet sein werden. Jeder will auch wissen, wie die Bremer mit dem Abtrünnigen umgehen werden. „Natürlich werde ich ihm die Hand schütteln und mit ihm reden. Das ist doch selbstverständlich“, verrät Prödl und stellt klar: „Sportlich wollen wir Klaus Allofs schlagen. Aber das hat doch nichts mit dem Menschen Klaus Allofs zu tun, den schätzen wir sehr.“

Landsmann Marko Arnautovic sieht es ganz genauso. „Es geht nicht darum, zu zeigen, dass Allofs mit dem Wechsel einen Fehler gemacht hat. Wir wollen ihn nicht demütigen. Wir wollen die drei Punkte haben, um oben dran zu bleiben.“ Der Außenstürmer wirkt fast schon ein wenig ge-nervt ob des Allofs-Themas. „Wir spielen nicht gegen Allofs, wir spielen gegen Wolfsburg“, merkt er extra noch einmal an. Und zur Spionage-Nummer meint der 23-Jährige: „Die haben nicht nur Allofs, die haben noch einige andere, die uns gut kennen: Naldo und Diego.“ Wolfsburg hätte also auch ohne den neuen Geschäftsführer viel über Werder gewusst. Aber das muss, so Arnautovic, gar nicht so von Nachteil für seine Mannschaft sein. Denn von seinem guten Freund Naldo weiß der Nationalspieler: „Er hat großen Respekt vor uns.“ Zu viel Wissen kann also auch lähmen.

Genauso wie ein Trennungsschock. Doch den scheint Schaaf, schon überwunden zu haben. Sollte doch noch etwas Herzschmerz da sein, dann hält Nils Petersen schon die beste Medizin bereit: „Unser Ziel ist es, den Trainer mit einem Sieg zu trösten.“ Der Stürmer glaubt nämlich schon, dass es für Schaaf „ein komischer Moment“ sein wird, wenn Allofs nicht zur Bremer, sondern zur Wolfsburger Bank geht und sich dort niederlässt. Aber auf das Spiel habe das keinen Einfluss, versichert Aaron Hunt: „Wenn die Partie läuft, ist das ganze Thema vergessen.“ · kni

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