Wie die Werder-Profis mit der Krise umgehen / „Das war eine Katastrophe“ / De Bruyne gelingt Umzieh-Rekord

Die einen schämen sich, die anderen sind ganz schnell weg

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Der Belgier Kevin De Bruyne hatte es gestern Mittag ganz eilig, das Weserstadion zu verlassen.

Bremen - Ausziehen, duschen, umziehen in vier Minuten – das ist neuer Rekord. Aufgestellt von Kevin De Bruyne. Der Belgier hatte es gestern Mittag ganz eilig, das Weserstadion zu verlassen.

Genauso wie Teamkollege Eljero Elia, der allerdings zwei Minuten später seinen Dienstwagen nicht wie De Bruyne in Maximalgeschwindigkeit Richtung Osterdeich steuerte. Erste Vermutungen, die beiden seien nach dem 0:3 gegen Wolfsburg suspendiert worden, bestätigten sich nicht. Der Belgier und der Niederländer wollten einfach nur so schnell wie möglich in ihre Heimat fahren, weil Trainer Thomas Schaaf in der Werder-Krise den freien Montag gestrichen hatte.

Ihre Kollegen blieben nicht nur länger in der Kabine, sondern auch in Bremen, um heute Morgen ausgeschlafen um 10 Uhr wieder auf dem Trainingsplatz zu stehen. Denn es gibt genug zu verbessern. „Wenn man sieht, was wir in der ersten Halbzeit abgeliefert haben, dafür können wir uns nur entschuldigen – das war eine Katastrophe“, gestand Kapitän Clemens Fritz, der nach sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte. Zlatko Junuzovic bezeichnete die Leistung gegen Wolfsburg sogar als „beschämend“.

Von Schaaf hatte es dafür schon direkt nach der Partie „deutliche Worte“, gegeben, wie Fritz verriet: „Wenn man so eine Leistung sieht, kann man schon sagen, dass wir ihn im Stich gelassen haben.“ Doch der 32-Jährige betonte, dass die Mannschaft keineswegs gegen den Trainer spielt. Fritz machte sich vielmehr noch einmal für einen Verbleib von Schaaf stark: „Ich weiß, wie akribisch und intensiv er mit uns arbeitet. Er lebt für den Verein – und er hat genug Erfahrung, um uns aus dieser Situation herauszubringen. Wir werden das gemeinsam schaffen!“

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