Werder braucht mal wieder Ersatzkeeper Mielitz / Wiese für drei Spiele gesperrt

Auf eine(n) „Miele“ ist Verlass

Der Herr der Lüfte: Sebastian Mielitz fing in Nürnberg alle hohen Bälle ab.

Bremen - Sein Spitzname ist nicht originell, aber durchaus passend: Sebastian Mielitz nennen sie bei Werder nur „Miele“ – und er ist mindestens so zuverlässig wie die Geräte des gleichnamigen Herstellers von Haushaltsgeräten.

Einziger Unterschied: Bremens „Miele“ ist als Werder-Eigengewächs ein Schnäppchen, seine Namensvetter in Küche und Bad eher nicht. Aber der Marktwert des Werder-Keepers könnte in den nächsten Wochen rapide steigen, denn wieder mal darf er auf die große Fußball-Bühne, weil Tim Wiese fehlt. Der Nationaltorwart wurde gestern für seine mit Rot geahndete Notbremse in Nürnberg für drei Spiele gesperrt.

„Zu lange“, wie Klaus Allofs findet. Der Werder-Boss kann nicht nachvollziehen, dass die Sperre um ein Spiel verlängert wurde, weil Wiese wegen seiner Roten Karte im Januar gegen die Bayern nach einem rüden Foul als Wiederholungstäter gilt: „Als Torwart ist man da hinten nun einmal in einer besonders großen Gefahr, in so eine Situation zu geraten.“ Werder verzichtete dennoch auf einen Einspruch, „weil das nichts bringt“, wie Allofs süffisant anmerkte.

Zudem haben die Bremer guten Ersatz. Mielitz hat bereits 13 Mal für Wiese im Tor gestanden – und das in allen Wettbewerben. Die Leistung stimmte fast immer. „Wir können uns auf ihn verlassen, er hat in schwierigsten Situationen seinen Mann gestanden“, lobt Allofs den 22-Jährigen und prophezeit: „Sebastian wird sicher mal ein sehr guter erster Torwart in der Bundesliga. Das kann auch bei Werder sein.“

Doch da war bislang Wiese unantastbar, schließlich ist er Nationaltorwart. Allerdings läuft der Vertrag des 29-Jährigen im Sommer aus. „Wir haben auf Grund der

„Ein Spiel gegen

die Heimat“

Gesamtsituation noch nicht über eine Verlängerung gesprochen. Aber das heißt nicht, dass es ausgeschlossen ist“, erklärt Allofs. Es geht ums Geld: Ohne internationales Geschäft ist Wiese für Werder zu teuer, Mielitz wäre die günstige Alternative. Doch auf diese Diskussion lässt sich Allofs nicht ein: „Diese Dinge muss man voneinander trennen. Es geht in erster Linie darum, auf dieser Position sehr, sehr gut besetzt zu sein.“

Mielitz besitzt zwar ausreichend Selbstvertrauen („Ich glaube, ich habe das immer ganz gut gemacht“), aber große Ansprüche stellt er deshalb nicht: „Natürlich ist es schön, zu spielen und sich zu zeigen. Aber an den nächsten Sommer denke ich dabei nicht. Mein Vertrag läuft bis 2013, alles andere kann ich doch sowieso nicht beeinflussen.“ Das gilt auch für den nächsten Gegner, doch der ist wie geschaffen für Mielitz: Am Sonntag kommt die Hertha. „Ein Spiel gegen die Heimat – und das zum ersten Mal“, freut sich der Torwart. Er ist in Oranienburg, nur 30 Kilometer von Berlin entfernt, aufgewachsen, betont aber: „Ich war nie Hertha-Fan, sondern schon immer für Werder.“ · kni

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