Tim Borowski feiert gelungenes Debüt / Almeida und Bargfrede treffen gegen FSV Frankfurt

2:1 und einen Leader gewonnen

Werder-Bremen - Aus Frankfurt berichtetArne FlüggeFRANKFURT (Eig. Ber.) n Er spielt, er spielt nicht, er spielt, er spielt nicht – um Punkt 20.15 Uhr hatte das Gänseblümchenzupfen gestern Abend ein Ende. Nur knapp 30 Stunden nach seiner Verpflichtung vom FC Bayern München stand Tim Borowski schon in der Werder-Startelf. Und der Mittelfeldspieler feierte beim mageren 2:1 (1:0) im Testspiel bei Zweitligist FSV Frankfurt ein gelungenes Debüt über 60 Minuten.

„Ich bin fit und fühle mich zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung schon sehr gut“, hatte Borowski am Mittwoch gesagt – und den Mund dabei nicht zu voll genommen. Der 29-Jährige fand vor knapp 11 000 Zuschauern im defensiven Mittelfeld an der Seite von Torsten Frings sofort ins Spiel, forderte die Bälle und verteilte sie. Zudem ging „Boro“ in der Defensive kompromisslos zur Sache, dirigierte und versuchte auch mal den überraschenden Pass in die Spitze zu spielen.

Sportdirektor Klaus Allofs war mit dem ersten Auftritt des Rückkehrers zufrieden: „Wir haben noch nicht den Tim Borowski in höchster Vollendung gesehen, aber er hat gezeigt, weshalb wir ihn geholt haben.“

Dennoch tat sich Werder im ersten Durchgang gegen den Zweitligisten schwer. Zwar waren die Bremer spielerisch deutlich überlegen und erarbeiteten sich in den ersten 45 Minuten ein Eckenverhältnis von 8:2, doch in letzter Konsequenz spielte Werder zu ungenau. Lediglich zwei Freistoßknaller, von Naldo (20.) und Hugo Almeida (24.) abgefeuert und jeweils von FSV-Keeper Patric Klandt pariert, sorgten für Gefahr vor dem Frankfurter Gehäuse.

Auf der anderen Seite hatte Werder zweimal Glück, dass die Gastgeber aus zwei vielversprechenden Konterchancen (7./42.) kein Kapital schlugen. Dank des gut aufgelegten Almeida durfte

nWechsel-Orgie

nbringt Unruhe

Werder dann aber doch noch mit einer Führung in die Pause gehen. Der Portugiese, gerade von einer Leistenverletzung genesen, jagte die Kugel zum 1:0 in die Maschen (44.).

Neben Borowski und Almeida fiel im Bremer Spiel Mesut Özil positiv auf. Der U 21-Europameister, erst am Montag ins Training eingestiegen, leistete viel Laufarbeit, überzeugte mit enger Ballführung und starken Pässen. Enttäuschend war dagegen der Auftritt des neuen Stürmers Marcelo Moreno. Der Bolivianer konnte sich überhaupt nicht behaupten und wurde durch Boubacar Sanogo ersetzt.

Der Mann von der Elfenbeinküste führte sich bei Blitz, Donner und strömendem Regen (der Hessische Rundfunk musste wegen des Unwetters sogar die Live-Übertragung abbrechen) gleich sehr gut ein. Sein Rückpass erreichte Philipp Bargfrede, und der junge Mittelfeldspieler markierte von der Strafraumgrenze das 2:0 (55.).

Fünf Minuten später war das Debüt von Tim Borowski dann beendet – und der Mittelfeldspieler wurde so verabschiedet, wie er von den Werder-Fans begrüßt worden war: mit Applaus. Neben Borowski wechselte Trainer Thomas Schaaf noch vier weitere Spieler aus – das brachte einen Bruch ins Bremer Spiel. Zudem war auf dem jetzt seifigen Boden ein Kombinationsspiel kaum noch möglich. Frankfurt kam mit den Bedingungen besser zurecht und durch Nikolas Ledgerwood fast zum Anschluss, nachdem der unsichere Bremer Torwart Christian Vander den Ball fallen gelassen hatte (80.). Nur 60 Sekunden später hämmerte Pa Saikou Kujabi den Ball dann doch per Freistoß zum 1:2 in die Maschen (81.). In den Schlussminuten geriet Werder noch einmal heftig unter Druck.

Werder: Vander - Fritz (60. Harnik), Mertesacker (60. Pasanen), Naldo, Boenisch (60. Tosic) - Frings, Borowski (60. Vranjes), Barg-frede (60. Husejinovic), Özil (46. Hunt) - Moreno (46. Sanogo), Almeida (74. Futacs).

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