Wie vor einem Jahr: Der Spanier setzt sich die Europa League zum Ziel

Galvez und das gute Gefühl: „Ich starte durch“

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Alejandro Galvez ist voller Vorfreude auf die neue Saison: „Ich bin topfit. Ich bin heiß.“

Bremen - Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Alejandro Galvez mit kühnen Prognosen überraschte. Mit Werder Bremen in die Europa League – der Spanier hielt das für ein realistisches Ziel. Was dann allerdings folgte, rückte Galvez in den Verdacht, ein Traumtänzer zu sein. Werder stürzte ans Tabellenende, berappelte sich dann aber wieder und ist mittlerweile wieder so gut, dass Galvez sich ermutigt fühlt, sein ein Jahr altes Saisonziel einfach wiederzubeleben. „Wir streben einen Platz in der Europa League an – und wir sind gar nicht mehr so weit weg davon“, sagt er.

Wer sich den Verlauf der vergangenen Saison in Erinnerung ruft, mag dem sympathischen Innenverteidiger nicht widersprechen. Werder hielt sich nach dem furiosen Rückrundenauftakt lange im Dunstkreis von Platz sechs auf. Und Galvez sieht keinen Grund, weshalb das nicht wieder so passieren könnte. „Unsere Mannschaft“, behauptet er, „wird besser sein als in der Vorsaison.“ Das Argument zur These liefert er auch gleich mit: „Wir werden stabiler auftreten und unser Potenzial besser ausschöpfen.“

Beides wird in einem nicht unerheblichen Maß auch von Alejandro Galvez selbst abhängen. Der 26-Jährige hatte ein schwieriges erstes Jahr in Bremen und in der Bundesliga. Erst wurde er von Trainer Robin Dutt verkannt und musste im defensiven Mittelfeld spielen, dann entwickelte er sich unter Werder-Erwecker Viktor Skripnik zur festen Größe im Abwehrzentrum, kam aber in der Rückrunde wegen Verletzungen auf nur noch fünf Einsätze. Doch diese wenig schöne Zeit ist Vergangenheit. „Die Verletzungen sind durch“, sagt Galvez und verkündet vollmundig: „Ich bin topfit. Ich bin heiß. Und ich glaube, dass ich in der neuen Saison richtig durchstarten kann.“

Wenn einer, der nach dem Trainerwechsel bei Werder auf den beachtlichen Notenschnitt von 2,92 kam, das sagt, dann muss aufgehorcht werden. Durchstarten, besser werden – wo setzt Galvez den Hebel an? „Ich will noch aggressiver werden auf dem Feld, noch schneller. Ich habe viel an meiner Technik gearbeitet und habe an Selbstvertrauen gewonnen.“ Und ganz wichtig: „Ich bin kein Neuling mehr, kenne die Liga mittlerweile. Das hilft.“

Der Mann, der von Rayo Vallecano aus der spanischen Primera Division nach Bremen kam, hat jetzt also Bundesliga im Blut. Und er will allen zeigen, dass er mit Werder auch im internationalen Vergleich mithalten kann. Weil die Europa League aber allenfalls Zukunftsmusik ist, muss Alejandro Galvez vorerst noch mit Vorbereitungsspielen und -turnieren wie dem morgen in Salzburg vorlieb nehmen. Besser als nichts, meint der Iberer und hofft nach dem Halbfinale gegen RB Salzburg auf ein Duell mit seinen Landsleuten vom FC Valencia: „Das wäre etwas sehr Schönes für mich.“ Zumal bei Valencia sein ehemaliger Vallecano-Kollege Javier Fuego spielt. Ihm zu beweisen, dass Werder wieder auf dem Weg nach Europa ist, ist ihm ein echtes Anliegen. Die Gefahr einer möglichen Blamage gegen das Top-Team aus seinem Heimatland oder den englischen Vertreter FC Southampton sieht der Daueroptimist Galvez nicht. „Wir werden gut auf dieses Turnier vorbereitet sein.“

csa

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