Geschäftsführer Filbry schwärmt von Werder und verrät, was er mit dem Club vorhat

„Eine Oase der Glückseligkeit“

Werder-Bremen - BAD WALTERSDORF · Viele Werder-Fans werden ihn kaum kennen, dabei ist er richtig wichtig: Klaus Filbry. Seit sieben Monaten ist er in der Geschäftsführung des Bundesligisten und Nachfolger von Manfred Müller. Seine Arbeit findet aber eher im Verborgenen statt. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf gab der 43-Jährige einen Einblick in seine Tätigkeit – und einen Ausblick, was er mit Werder vorhat.

„Zwei Studien haben Werder bescheinigt, der sympathischste Club der Liga zu sein. In der ewigen Bundesliga-Tabelle sind wir Zweiter. Also muss es das Ziel sein, diese Position zu stabilisieren, aber auch anzugreifen“, sagt Filbry und wirkt dabei zielstrebig, aber nicht überheblich. Die ehemalige Führungskraft von adidas weiß genau, was sie will: Werder noch bekannter machen, erst in Deutschland, dann weltweit. Trainingslager im Osten der Republik, in Asien oder in den USA sollen dabei helfen. „Wir müssen den Verein in die nächste Ära führen“, sagt Filbry.

Von einer Agentur hat er erarbeiten lassen, wofür Werder steht, welche Werte vermittelt werden sollen. Alles andere als ein kleines Projekt, in das der gesamte Club eingebunden war. „Man darf da jetzt keine Wunderdinge erwarten“, sagt er zwar – andererseits sei da aber diese besondere Atmosphäre bei seinem neuen Arbeitgeber, die vieles möglich mache: „Das ist eine Oase der Glückseligkeit.“

Filbry fühlt sich wohl bei Werder. Hier kann er etwas bewegen. In sechs Monaten soll es einen neuen Internetauftritt geben, ab der Saison 2011/12 im Weserstadion eine elektronische Zugangskontrolle und bargeldloses Bezahlen mit einer speziellen Karte. Kein Thema ist dagegen der Verkauf des Stadionnamens. „Das machen wir nicht“, versichert Filbry. Ebenso schließt er den Einstieg eines Großunternehmers wie Kühne beim HSV aus, der an einzelnen Spielern beteiligt ist: „Da wäre kein Werder-Weg, weil dadurch indirekt auf den sportlichen Bereich Einfluss genommen werden kann.“ Aussagen, die Klaus Filbry bei Werder-Fans sicher bekannter machen werden.

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