Skripnik und Co. überraschen Dortmund mit einer ganz besonderen Aufstellung

Eine harte Nuss für Taktikfuchs Tuchel

Annerkennend klopfte Taktikfuchs Thomas Tuchel seinem Bremer Kollegen Viktor Skripnik nach dem Spiel auf die Brust. - Foto: nph

Bremen - Ausgerechnet gegen Taktikfuchs Thomas Tuchel griffen die Bremer in die Trickkiste – und beinahe hätte das sogar Zählbares für die Tabelle gebracht. Das neue 5:3:2-System sorgte nach der bitteren 2:3-Pleite beim Favoriten Dortmund für jede Menge Gesprächsstoff.

„Wir haben eine gute Analyseabteilung und ein Trainerteam, dass sich Gedanken macht“, lobte Kapitän Clemens Fritz seine Vorgesetzten: „Wir haben das trainiert. Es hat über weite Strecken ganz gut geklappt.“

Für die Gegneranalyse ist bei Werder Co-Trainer Florian Kohfeldt zuständig. Gemeinsam mit Chefcoach Viktor Skripnik sowie den Ex-Profis Torsten Frings und Christian Vander als weitere Co-Trainer wird dann der Matchplan entwickelt. „Es hat alles funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten“, stellte Skripnik nach der Partie zufrieden fest. „Wir haben mit drei Abwehrspielern und zwei Außenverteidigern gespielt. Davor mit drei Mittelfeldspielern, die alle ihre Aufgabe hatten“, berichtete Skripnik. So sollten Clemens Fritz und Sambou Yatabare den Spielaufbau von Dortmunds Sechsern Julian Weigl und Gonzalo Castro verhindern und Florian Grillitsch Regisseur Henrikh Mkhitaryan abmelden. „In der ersten Halbzeit haben wir das kontrolliert, das war eine gute Sache“, urteilte Skripnik. Sein BVB-Kollege wirkte während des Spiels alles andere als entspannt an der Seitenlinie. Immer wieder musste Tuchel mitansehen, wie sich seine Stars festrannten. Doch mit einem Blitzkonter und dem pfeilschnellen Pierre-Emerick Aubameyang als Vollstrecker war die harte Bremer Taktik-Nuss geknackt.

Aber Skripnik holte zum taktischen Gegenschlag aus, stellte auf 4:1:4:1 um und drehte die Partie zum 2:1. Prompt bewies Tuchel seine Klasse. Der 42-Jährige wechselte in Shinji Kagawa und Adrian Ramos die beiden nächsten Torschützen ein und gewann 3:2.

Lächelnd begegneten sich die beiden Trainer anschließend auf dem Platz. Tuchel klopfte seinem vier Jahre älteren Kollegen annerkennend auf die Brust. „Wir hätten es nicht so spannend gebraucht“, stöhnte Tuchel später. Werder hatte es ihm und dem BVB überraschend schwer gemacht.

Junuzovic als Dauerläufer, Garcia überfordert

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Felix Wiedwald: Erst mit viel Glück bei einem verpatzten Befreiungsschlag (5.), dann mit großer Klasse Sieger im Nahduell mit Durm – seine beste Parade in dieser Saison (16.). Bei den Gegentoren machtlos. Note 2,5 © nordphoto
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Alejandro Galvez: Eine Achterbahnfahrt des Spaniers. Sein abgefälschter Schuss zum 1:1 brachte Werder zurück ins Spiel, sein Tiefschlaf vor dem 2:3 die Niederlage. Viele Unsicherheiten. Note 4 © nordphoto
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Jannik Vestergaard: Der Abwehrchef hatte eigentlich alles im Griff – außer in der 54. Minute. Da entwischte ihm Pierre-Emerick Aubameyang und schoss das 1:0. Note 3 © nordphoto
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Santiago Garcia (bis 65.): Seine Ballverluste und Stellungsfehler hätten Werder schon vor der Pause auf die Verliererstraße führen können. Machte sich mit einer dummen Gelben Karte (15.) früh selbst Stress und wirkte mit der Aufgabe in der Dreier-Abwehr etwas überfordert. Gewann nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. Note 5 © nordphoto
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Theodor Gebre Selassie: Ein Außenverteidiger, der zwischen Abwehr und Mittelfeld pendelte, dabei defensiv überzeugte, offensiv hätte es mehr sein können. Note 3,5 © nordphoto
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Janek Sternberg: Erster Bundesliga-Einsatz in der Rückrunde – trotzdem sofort voll da. Gleicher Job wie Gebre Selassie, den er ähnlich ausfüllte. Note 3,5 © nordphoto
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Sambou Yatabare (bis 85.): Starke erste Halbzeit mit mutigen Szenen. Doch seine frühen Attacken gegen Gonzalo Castro kosteten offenbar zu viel Kraft. Nach einer Stunde war der Afrikaner platt und konnte Shinji Kagawa vor dem 2:2 nicht mehr folgen. Note 3,5 © nordphoto
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Clemens Fritz: Der Kapitän sollte Dortmunds Sechser Julian Weigl am Spielaufbau hindern. Das gelang ganz gut, er agierte auch vor der Abwehr ordentlich. Doch für das eigene Spiel fehlten ihm Zeit und Kraft. Note 3 © nordphoto
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Florian Grillitsch: Auch Werders dritter Mittelfeldspieler hatte eine Spezialaufgabe – Dortmunds Zehner, Henrikh Mkhitaryan, aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang gegen diesen Klassemann nicht zu 100 Prozent, dafür hatte Grillitsch trotzdem die nötige Ruhe, um selbst den Ball zu kontrollieren und geschickt weiterzuspielen. Note 3 © nordphoto
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Zlatko Junuzovic: Viertes Saisontor – und ein richtig schönes zur zwischenzeitlichen Führung. Ungewohnte Rolle als hängende Spitze, mit der er nur bedingt zurechtkam. Aber der Österreicher lief quasi um sein Leben und mit 12,7 Kilometern so viel wie kein anderer auf dem Platz. Note 3 © nordphoto
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Anthony Ujah: Undankbarer Job mit unglücklicher Ausführung. War oft ganz alleine vorne, konnte den Ball dann fast nie festmachen. Note 4,5 © nordphoto
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Levin Öztunali (ab 65.): In einem seltenen Anflug von absoluter Entschlossenheit bereitete er klasse die zwischenzeitliche Führung vor und ließ sich dabei auch nicht durch ein Foul stoppen. Note - © nordphoto
Melvyn Lorenzen (ab 85.) (Archivbild): Blieb ohne Wirkung. Note - © nordphoto
Lukas Fröde (ab 86.) (Archivbild): Ließ seine Mini-Ausgleichschance liegen. Note - © nordphoto

Doch schon wartet die nächste Aufgabe. Wieder gegen einen besonderen Coach. Augsburgs Markus Weinzierl gilt als einer der begehrtesten Trainer in Deutschland. Es wird spannend, was sich Skripnik und Co. für ihn und den FCA ausdenken. - kni

Zwei Treffer, keine Punkte

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Werder muss sich in Dortmund 2:3 gschlagen geben. © nordphoto
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