Als Werder anklopfte, zögerte Silvestre nicht / Abwehrspieler will französische Tradition fortsetzen

Silvestre: „Es war eine Entscheidung von zwei Minuten“

Sieht Werder in seiner Karriere als ein neues, großes Abenteuer: Abwehrspieler Mikael Silvestre.

Bremen (flü) · Die Vorfreude ist groß. Im Interview erklärt Werders neuer Abwehrspieler Mikael Silvestre (33), warum er sich für die Hanseaten entschieden hat, warum alles so schnell ging und spricht von einem ganz besonderen Projekt.

?Ihr Vertrag bei Arsenal wurde nicht verlängert. Sind Sie froh, einen neuen Club gefunden zu haben?

!Natürlich. Ich bin glücklich, jetzt bei Werder zu sein. Für mich beginnt ein neues, großes Abenteuer.

?Dass ein Spieler, der neun Jahre bei Manchester United und zwei bei Arsenal gespielt hat, zu Werder wechselt, ist höchst selten. Hatten sie noch andere Angebote?

!Ja, ich hatte die Möglichkeit, zu anderen Clubs zu gehen. Aber die Art und Weise, wie Klaus Allofs und Thomas Schaaf bei unserem Gespräch in Genua gleich auf mich zugegangen sind, wie sie mit mir gesprochen, mich überzeugt haben, von ihrer Arbeit erzählten – da wusste ich innerhalb von zwei Minuten, dass meine Antwort ja sein wird.

?Auf welcher Position sehen Sie sich?

!Ich bevorzuge die linke Abwehrseite, habe aber auch schon viel in der Abwehrmitte gespielt. Ich denke, dass ich beide Positionen gut spielen kann.

?Wie wichtig war der Einzug in die Champions League bei ihrer Entscheidung, zu Werder zu wechseln?

!Die Champions League ist nach der WM das Größte, was es im Fußball gibt. Es ist für jeden Spieler eine große Ehre, dabei zu sein. Und ich bin überzeugt, Werder wird in der Champions League sehr gut abschneiden.

?Wie fit sind Sie, und wo haben sie sich fit gehalten?

!Ich war jetzt sechs Wochen zusammen mit anderen Profis in St. Raphael im Süden Frankreichs in einer Trainingsschule. Wir haben jeden Tag zweimal zwei Stunden trainiert. Ich denke, dass ich fit genug bin, um hier gleich ein gutes Niveau zu erreichen.

?Kennen Sie die Bundesliga?

!Natürlich, und sie gefällt mir, weil dort immer viele Tore fallen. So wie am vergangenen Wochenende. In der Premier League ist das ähnlich. Bremen spielt einen tollen Offensivfußball – und deswegen fasziniert mich Werder auch.

?Nach Valerien Ismael und Johan Micoud sind Sie der dritte Franzose, der in Bremen landet.

!Durch die beiden hat sich Werder in Frankreich einen Namen gemacht. Beide sind in Bremen zum Vorbild geworden, und ich hoffe, dass ich hier ebenso zu einem Vorbild werden kann.

?Wann kommt Ihre Familie nach?

!Meine Frau und meine drei Töchter kommen schon heute. Wir wollen uns ein Haus suchen, schnell integrieren, uns die Zeit in Bremen so schön wie möglich machen und die Kinder in der internationale Schule von Bremen anmelden.

?Kinder liegen Ihnen besonders am Herzen. 2005 haben Sie das Charity-Projekt „School for hope“ gegründet.

!Es geht darum, Waisenkindern in der Welt, die auf der Straße leben, nichts zu essen und keine Bildung haben, die Chance auf eine Ausbildung zu geben. 2006 haben wir die erste Schule gegründet, in der die Kinder drei Jahre lang die Möglichkeit haben zu lernen. Mittlerweile gibt es Schulen in Guinea, Nigeria, Laos und im Senegal.

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