Allofs bedauert Müllers Demission

„Ein Verlust, keine Frage“

Klaus Allofs

Werder-Bremen - BREMEN (flü) n Klaus Allofs bedauert, dass Manfred Müller (65) zum 31. Dezember vorzeitig aus der Geschäftsführung von Werder Bremen ausscheidet. „Das ist ein Verlust, keine Frage. Manfred Müller war und ist aktuell für mich ein ganz wichtiger Gesprächspartner und Geschäftsführer-Kollege“, sagt der Werder-Boss.

Der Werder-Aufsichtsrat hatte am Freitag bekanntgegeben, dass Adidas-Manager Klaus Filbry neuer Geschäftsführer wird und die Ämter Marketing, Management und Finanzen von Müller bereits am 1. Januar 2010 übernimmt. Ursprünglich hatte Müller, der jetzt mit einem Beratervertrag bis 2011 ausgestattet wurde, noch einen Kontrakt als Geschäftsführer bis zum 30. Juni 2010.

„Es wurde jetzt in Absprache mit Manfred Müller so beschlossen, und damit muss man leben“, meint Allofs, der gern noch ein weiteres Jahr mit Müller zusammengearbeitet hätte. „Doch es geht nicht darum, meine Wünsche in den Vordergrund zu stellen.“ Die Altersentwicklung in der Geschäftsführung musste im Auge behalten werden, so Allofs, das sei jetzt geschehen.

In Filbry sieht Allofs einen künftigen Kollegen, der „von seiner Vita her gute Voraussetzungen für die Arbeit bei Werder mitbringt. Ich sehe keine Probleme auf uns zukommen, was die Zusammenarbeit betrifft.“

Der Werder-Sportdirektor hätte sich allerdings auch gut Ex-Profi Marco Bode als neuen Geschäftsführer vorstellen können. „Damit hätte ich sehr gut leben können, doch das hätte etwas anders vorbereitet werden müssen. Marco wurde ja nur ins Spiel gebracht, eine echte Bewerbung gab es ja nicht“, berichtet Allofs, der seit dem Ausscheiden von Jürgen Born offiziell Vorsitzender der Geschäftsführung ist. Ein Job, den Allofs „gerne macht“. Nur müsse man aufpassen, „dass die Aufgaben, die elementar wichtig sind, nicht darunter leiden“, fordert der 52-Jährige.

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