Eichin will keinen Spieler mehr holen / Caldirola oder Lukimya – wer muss gehen?

Alles abgehakt – fast alles

+
Thomas Eichin zieht eine positive Transferbilanz.

Bremen - Thomas Eichin hat es getan – und das sechs Tage zu früh. Doch der Werder-Sportchef ist sich ganz sicher: „Wir müssen nichts mehr machen.“ Gemeint sind Neuzugänge. Deshalb hat Eichin das Transferfenster gestern geschlossen.

Ganz dicht ist es allerdings nicht, Abgänge könnten noch durchflutschen. Innenverteidiger Luca Caldirola gilt als Favorit. Aber auch Assani Lukimya sollte sich nicht zu sicher fühlen. Schließlich hat Werder seit der Verpflichtung von Jannik Vestergaard sechs Kandidaten für die beiden Plätze im Abwehrzentrum. „Ein Luxusproblem“, nennt das Eichin: „Wir haben es nicht geplant, jemanden abzugeben, aber wir sind da schon flexibel.“ Und in finanziell schwierigen Zeiten auch sehr einnahmeorientiert. Eine weitere Ablöse oder Leihgebühr würde der Bilanz nach dem Zwei-Millionen-Einkauf von Vestergaard sicher gut tun.

Dieser Transfer ist in jedem Fall ein ganz Besonderer. Eichin bezeichnete ihn als Mischung aus allem. Einerseits hätten die Ausleihen von Eljero Elia (FC Southampton), Nils Petersen (SC Freiburg) und Ludovic Obraniak (Rizespor) finanziellen Spielraum geschaffen, andererseits sei der Club auch ins finanzielle Risiko gegangen. Schulden für den Klassenerhalt? Eine Antwort darauf gibt es nicht. Eichin spricht lieber über das Schuften für den Klassenerhalt. „Wir haben Tag und Nacht gearbeitet, keinen Urlaub gemacht“, berichtet der 47-Jährige und gönnt sich, seinen Kollegen Rouven Schröder und Frank Baumann und dem Trainerteam eine gehörige Portion Eigenlob: „Wir haben einen perfekten Job gemacht.“

Alle Pläne seien umgesetzt worden. „1. Wir wollten Levin Öztunali. 2. Wir wollten die Abgänge von Elia, Petersen und Obraniak forcieren. 3. Wir wollten einen Innenverteidiger. 4. Wir wollten die Torhütertiefe verbessern“, zählt Eichin auf und stellt zufrieden fest: „Das ist uns fast punktgenau gelungen.“ Von einem Torwartchaos nach den Verpflichtungen von Koen Casteels und Michael Zetterer sowie der Ausleihe von Richard Strebinger und der Zurückstufung von Raif Husic in die U23 bzw. U19 will Eichin nichts hören. Das sei alles mit dem Trainerteam abgesprochen gewesen. Und nach Trainerwechseln – wie von Robin Dutt zu Viktor Skripnik – könnten sich Einschätzungen ändern. Außerdem findet Eichin: „Wenn wir uns Qualität in den Kader holen, dann müssen wir uns dafür nicht entschuldigen.“

Das ist Werder Bremens Neuzugang Jannik Vestergaard

Fakt ist: Noch nie hat Werder im Winter so viele Transfers getätigt wie in diesem Jahr – vier kamen, vier gingen. Den Rekord hielt bislang der Januar 2010 mit zwei Verpflichtungen und fünf Abgängen. Damals hatte das Erfolg: Werder kletterte von Platz sechs auf Rang drei und letztlich in die Champions League. Jetzt würde schon ein Platz reichen, dann wäre Werder gerettet.

kni

Mehr zum Thema:

Weitere Überlebende aus verschüttetem Hotel gerettet

Weitere Überlebende aus verschüttetem Hotel gerettet

Promi-Auflauf in Kitzbühel: Die Bilder

Promi-Auflauf in Kitzbühel: Die Bilder

Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos

Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos

„Boot 2017“: Das sind die Attraktionen

„Boot 2017“: Das sind die Attraktionen

Meistgelesene Artikel

Gnabry und Eilers für "Tor des Jahres" nominiert

Gnabry und Eilers für "Tor des Jahres" nominiert

Kleinheisler wechselt nach Budapest

Kleinheisler wechselt nach Budapest

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Werder-Boss Filbry wünscht sich EM-Spiele 2024 in Bremen

Werder-Boss Filbry wünscht sich EM-Spiele 2024 in Bremen

Kommentare