Haie haben offenbar Nachfolger gefunden

Eichin – der Wechsel naht

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Klaus Dieter Fischer und Thomas Eichin.

Bremen - Jetzt könnte alles schnell gehen: Thomas Eichin wird wohl deutlich früher neuer Geschäftsführer Sport bei Werder Bremen als ursprünglich geplant. Möglich, dass der 46-jährige Ex-Fußballprofi seinen Eishockeyclub Kölner Haie in den nächsten Tagen (und nicht erst im März oder April) verlässt und vielleicht bereits kommende Woche voll bei Werder einsteigt!

„Schuld“ an der neuen Entwicklung ist Lance Nethery: Der 55-jährige Kanadier ist laut Kölner „Express“ der Top-Kandidat auf die Eichin-Nachfolge als Haie-Geschäftsführer. Gestern Abend soll es ein abschließendes Gespräch mit Nethery gegeben haben, in dem auch die Zusage erwartet wurde. Gut für die Haie – und damit auch für Werder: Nethery kennt den Kölner Club bestens, war dort zwischen 1999 bis 2002 erst Trainer und dann auch Manager. Eichin müsste ihn also nicht mehr wochenlang einarbeiten, der Weg für eine unkomplizierte Abwicklung wäre frei.

Eichin, der sich aktuell nicht zu diesem Thema äußern möchte, wäre im Optimalfall sogar noch vor Schließung des Transferfensters Ende Januar in Bremen, könnte mögliche Last-Minute-Winter-Wechsel mit abwickeln. „Das ist aber nicht ganz so wichtig. Wir sind auch so handlungsfähig“, sagte Werder-Boss Klaus Filbry, der mit dem Noch-Hai künftig in der Geschäftsführung zusammenarbeitet. Allerdings möchte Filbry, der einen früheren Einstieg Eichins erstmals im Trainingslager in Belek angedeutet hatte, seinen neuen Kollegen möglichst bald an seiner Seite und bei Werder sehen: „Je schneller er anfangen kann, desto besser.“

Insgesamt halten sich die Bremer Verantwortlichen bei der Personalie jedoch ziemlich bedeckt. Sie beobachten, was bei den Haien geschieht – und drücken, zumindest öffentlich, nicht aufs Gaspedal. „Wir haben mit den Kölnern vereinbart, dass wir diese Geschichte gegebenenfalls flexibel und einvernehmlich lösen“, sagte gestern Werders Aufsichtsratschef Willi Lemke und fügte an: „Wir warten auf Signale aus Köln – bisher hat es keine gegeben.“ Das könnte sich jedoch schon heute ändern.

Eichin wäre wohl bereit für den fliegenden Wechsel. Er sprach zwar kürzlich davon, dass er beim Tabellenzweiten Köln in der Pflicht stehe und dort noch eine Mission (die Meisterschaft holen) zu erfüllen habe – wenn aber ein Nachfolger gefunden wird, müsse die Situation neu betrachtet werden. Dieser Fall könnte nun eintreten.

Für den 46-Jährigen würde eine schnelle Einigung auch eine schnelle Rückkehr nach Bremen bedeuten. Am Samstagabend saß Eichin erstmals bei einem Pflichtspiel seines neuen Vereins im Weserstadion – und sah als normaler Zuschauer die katastrophale 0:5-Heimpleite gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund. Beim nächsten Heimauftritt gegen Hannover (1. Februar, 20.30 Uhr) wird er wohl wieder da sein – dann wahrscheinlich schon als Bremer Geschäftsführer. · mr

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