Eichin: Notfalls bleiben Elia und Obraniak

Rückkehr der Ausgebooteten?

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Welcher Club kommt, um zwei Bremer Probleme zu lösen? Thomas Eichin (li.) und Rouven Schröder warten ab.

Bremen - Gibt es doch noch eine Zukunft für Eljero Elia und Ludovic Obraniak bei Werder Bremen? Weil sich für die beiden aussortierten Profis bislang kein Abnehmer finden lässt, beschäftigt sich Thomas Eichin auch mit dieser Variante.

„Es ist der worst case, aber es ist möglich“, sagt der Geschäftsführer. Bevor er den Niederländer und den Franzosen für „einen Appel und ein Ei“ abgebe, werden sie lieber wieder in den Kader integriert. „Wir würden sie sicher nicht ein Jahr auf die Tribüne setzen. Schließlich können beide Fußball spielen.“

Obwohl nach der Entwicklung der vergangenen Monate arg bezweifelt werden muss, dass die beiden Aussortierten noch reintegrierbar wären, gibt Eichin nach außen den Überzeugten: „Natürlich ist das möglich, das hat es schon hundert Mal gegeben.“

Tatsächlich hat sich Jan Schlaudraff bei Hannover 96 einst vom Verstoßenen zum Leistungsträger entwickelt. Auch Gojko Kacar hat es aus der Versenkung zu einem neuen Vertrag beim HSV gebracht. Aber den von Eichin nicht näher benannten hundert guten Fällen stehen gewiss tausend schlechte gegenüber. Das Ziel ist und bleibt deshalb die Trennung von Eljero Elia und Ludovic Obraniak. Und solange die Zeit nicht drängt, werden beide auch nicht in Bremen trainieren, sondern sich weiter mit Personaltrainern fithalten. „Dabei bleibt es bis auf Weiteres“, erklärt Eichin. Erst wenn das Duo das Training in der Gruppe benötigen sollte, um für andere Clubs attraktiv zu sein, würde Werder sie zurückzitieren.

Obraniak weilt derzeit in seinem Ferienhaus auf Korsika. In einem Interview mit einem französischen Internetportal widersprach er Gerüchten, wonach er zu seinem abgestiegenen Ex-Club FC Metz wechseln werde. Zweite Liga in Frankreich? „Ich glaube nicht. Ich bin 30 Jahre alt, fühle mich gut in Form. Ich habe immer noch ein gutes Niveau“, sagte er. Auch der Korsika-Club AJ Ajaccio sei kein Thema. Die Major-League-Soccer (MLS) in Nordamerika dagegen schon: „Ich hatte schon immer Lust, in die MLS zu gehen.“

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Und Elia? Olympiakos Piräus blitzt bei ihm ab, der FC Southampton hält weiter die Füße still und in die Wüste will er offenbar nicht. Diese Interpretation lässt jedenfalls eine Aussage von Werder-Sportdirektor Rouven Schröder zu. Über die Schwierigkeit, eine für alle akzeptable Lösung zu finden, sagte er: „Der eine hat nur gewisse Märkte im Blick, der andere die ganze Welt. Für den einen ist Katar kein Problem, der andere sagt, Katar auf keinen Fall, dafür bin ich noch zu jung.“ Eichin dazu: „Es geht um Menschen, die nicht überall hin wechseln wollen.“ Bis zum 31. August „werden wir auf jeden Fall versuchen, Lösungen zu finden. Bis dahin ist noch massig Zeit.“ Und wenn’s trotzdem nicht klappt, will Eichin die Fußballer-Auferstehungen 101 und 102 kreieren.

csa

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