Eichin nickt die Länderspielreise aber ab

Pizarro: Peru statt Fitnessprogramm

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Claudio Pizarro

Bremen - Weg ist er. Schon längst angekommen in Peru. Obwohl Claudio Pizarro nach seiner Rückkehr zum SV Werder sportlich noch überhaupt nicht Fuß gefasst hat in Bremen, zieht der Stürmer aktuell die Nationalmannschaft seines Heimatlandes dem schwierigen Job an der Weser vor.

Grundsätzlich eine alternativlose Entscheidung, weil er der Einladung seines Verbandes laut Fifa-Statuten folgen musste. Aber natürlich ist es vorstellbar, dass er um Nicht-Berücksichtigung hätte bitten können. Weil er noch körperlichen Nachholbedarf hat. Weil er aufholen muss. Weil er wichtig werden soll für Werder. Doch Bremen ist eben nicht Pizarros einzige Baustelle. Trotz seiner nun schon 37 Jahre träumt er noch von der Teilnahme an der WM 2018 in Russland. „Eine Weltmeisterschaft zu spielen, ist das, was mir noch fehlt in meiner Karriere. Es ist ein Traum für mich“, hat Pizarro vor kurzem gesagt. Das erklärt, wieso er den Trip nach Peru auf sich nimmt. Es stehen in der WM-Qualifikation die ersten Spiele an – in Kolumbien (Donnerstag) und in Lima gegen Chile (14. Oktober).

Die Reise wird Pizarro stressen. Dass er einen Tag vor der Werder-Partie gegen Bayern München wieder putzmunter in Bremen erscheint, ist folglich nicht zu erwarten. Dennoch nickt Geschäftsführer Thomas Eichin die Nationalmannschaftsaktivitäten des Sturm-Oldies gefällig ab. „Für mich ist das kein Thema. Claudio kann sich auch beim Nationalteam seine Fitness holen. Uns war von vornherein klar, dass er weiter für Peru spielen möchte“, sagt er.

Für Werder hat Pizarro seit seinem Traumstart mit Siegtorvorlage gegen Hoffenheim allerdings nichts mehr gerissen. Seine Leistungen waren ernüchternd. Doch Eichin schützt den Stürmer: „Wir müssen aufhören zu glauben, dass er der große Heilsbringer ist. Claudio soll sich bei uns einbringen – und das macht er hervorragend.“ Aber noch nicht auf dem Platz.

Was jedoch auch am Team liegt, meint Philipp Bargfrede, der während seiner Sperre beobachtet hat: „Claudio braucht uns als Mannschaft. Wir müssen es erstmal schaffen, dass er vorne den Ball bekommt.“

csa

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