Eichin: Nach der Hinrunde wird entschieden

Ein Neuer für das Mittelfeld?

Bremen - Thomas Eichin bleibt dabei: Trotz der mehr als bescheidenen Ausbeute von nur einem Treffer in den vergangenen Bundesliga-Partien habe Werder Bremen kein Sturmproblem, behauptet der Geschäftsführer. „Wir sind im Angriff sehr gut aufgestellt. Da mache ich mir keine Sorgen“, sagt Eichin.

Er hat die Offensive vor der Saison komplett neu besetzt. Franco Di Santo, Davie Selke und Nils Petersen wurden verkauft, Eljero Elia wurde ablösefrei weggeschickt, Izet Hajrovic ausgeliehen. Es kamen Anthony Ujah, Aron Johannsson und Claudio Pizarro – andere Clubs, sagt Eichin, seien da schlechter besetzt.

Aber trotzdem: Vier Stürmertore in acht Spielen (je zwei für Ujah und Johannsson) und insgesamt nur sieben Bremer Treffer in acht Partien sind zu wenig. Das Problem liegt aber nicht allein im Sturm, wie Philipp Bargfrede gerade erst am Beispiel des noch torlosen Pizarro zu verdeutlichen versucht hatte: „Wir müssen es erstmal schaffen, dass er vorne den Ball bekommt.“ Sprich: Aus dem Mittelfeld kommt zu wenig.

Werder hat es versäumt, in einen zentralen Akteur, der dem Spiel gleichermaßen Struktur und Sicherheit geben kann, zu investieren. Offizielle Begründung: Geeignete Spieler kosten viel Geld – und zwar mehr, als Werder zur Verfügung hat. Der Bedarf ist aber unbestritten. Eichin dazu: „Ich habe im Moment andere Dinge zu lösen und zu klären. Wir werden nach dem 17. Spieltag entscheiden, ob und wie wir etwas machen.“ Heißt: In der Winterpause wird möglicherweise nachgebessert. Ob in einen „Sechser“ (also einen eher defensiv orientierten Spieler) oder einen „Zehner“ (also offensiv veranlagten Akeur) – das dürfte am Ende nicht nur eine Frage des Bedarfs, sondern auch des Angebots sein.

Die Hoffnung, die zentrale Position im Mittelfeld mit eigenen Leuten schnell, kostengünstig und wirkungsvoll zu besetzen, hat sich so gut wie zerschlagen. Der als offensiver Lenker vorgesehene Levent Aycicek (hatte bei Vertragsverlängerung die Trikotnummer 10 gefordert und bekommen) ist in dieser Bundesliga-Saison noch gar nicht aufgetaucht. Zuletzt saß er sogar bei der U23 nur auf der Bank. Und Maximilian Eggestein zeigt mit seinen 18 Jahren zwar hin und wieder gute Ansätze (wie beim 0:1 in Hannover), hat aber noch nicht die nötige Reife und Konstanz.

csa

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