Petersen trifft bei Werders Remis in Stuttgart

1:1 – Eichin lobt die Kämpfer

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DA schrien sie ihre Freude heraus: Nils Petersen, Torschütze zum 1:1 (l.), bedankt sich bei Zlatko Junuzovic für dessen starke Vorarbeit zum 1:1. Stuttgarts Arthur Boka ist natürlich nur mäßig begeistert.

Werder-Bremen - Wen man auch fragte: Alle waren sie gestern Abend zufrieden bei Werder Bremen. Zwar hatte es beim VfB Stuttgart nicht zu einem Sieg gereicht, doch beim 1:1 (1:1) stimmten Einstellung und Einsatz.

 „Wenn man hierher kommt, muss man sich warm anziehen. Uns war klar, dass wir nur mit großem Kampf etwas mitnehmen können. Und das haben wir geschafft“, lobte Sportchef Thomas Eichin. „Wir haben uns den Punkt leidenschaftlich erkämpft“, urteilte Keeper Sebastian Mielitz über das zweite Remis in Folge und die dritte Partie hintereinander ohne Niederlage. Mit nun elf Punkten ist Werder Neunter.

Personell hatte Trainer Robin Dutt im Vergleich zum Spiel gegen Nürnberg (3:3) – notgedrungen – zwei Änderungen vorgenommen. Für Assani Lukimya (Beckenprobleme) kehrte Sebastian Prödl in die Startelf zurück. Und im defensiven Mittelfeld ersetzte Felix Kroos den verletzten Cedric Makiadi (Bänderdehnung im Knie).

Mit dem Rückenwind aus zehn Punkten in den vergangenen vier Partien legten die Gastgeber vor 50 410 Zuschauern furios los. Erst scheiterte Ibrahima Traoré an Mielitz (2.), dann Vedad Ibisevic (5.). Die folgende Ecke nutzte der VfB jedoch zur frühen Führung. Alexandru Maxim brachte den Ball herein, in der Mitte gewann Stuttgarts Daniel Schwaab das Kopfballduell gegen Santiago Garcia – und am langen Pfosten war Kapitän Clermens Fritz nicht nah genug am Ex-Bremer Martin Harnik dran, der volley zum 1:0 vollendete (5.). Werder wackelte, was Ibisevic beinahe erneut bestraft hätte. Doch der Bosnier verpasste eine Traoré-Flanke haarscharf (11.).

Auf der anderen Seite hatten die Gäste zwar ein paar Gelegenheiten, trafen aber das Tor nicht. Aaron Hunt schoss vorbei (8.), Eljero Elia köpfte daneben (17.), und Nils Petersen jagte den Ball aus spitzem Winkel ins Seitenaus (18.). Dass er es besser kann, zeigte der Mittelstürmer in der 37. Minute: Zlatko Junuzovic hatte von links hereingepasst, Arthur Boka im ersten Versuch gerettet – aber vor die Füße von Junuzovic, der im zweiten Anlauf Petersen fand. Aus zwei Metern hatte der 24-Jährige keine Mühe, sein drittes Saisontor zu schießen. Dabei blieb es bis zur Pause – und dieses Resultat ging nach der Bremer Steigerung und 45 recht ausgeglichenen Minuten vollkommen in Ordnung.

Der zweite Durchgang begann zäh, mit einigen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten und ohne große Torchancen. Maxim probierte es dann mal aus der Distanz, doch der sichere Mielitz parierte (58.). Nur eine Minute später zielte Harnik knapp vorbei. Der VfB bestimmte nun das Geschehen, Werder kam kaum noch zu konstruktiven Offensivaktionen – und konnte sich bei Mielitz bedanken, der einen Ibisevic-Kopfball entschärfte (69.) und damit einen erneuten Rückstand verhinderte. Werder beschränkte sich auf eine Abwehrschlacht, mit Mielitz als Turm darin. Der Keeper warf sich auch erfolgreich in einen Schuss von Antonio Rüdiger (79.). Stuttgart hatte in der Schlussphase zwar noch einige Ecken, doch Werder verteidigte gut und ließ nichts mehr zu. „Klar ist das ein glücklicher Punktgewinn“, resümierte Eichin, „aber den muss man sich gegen bärenstarke Stuttgarter auch erst mal verdienen.“

Die Bilder vom Spiel

VfB Stuttgart - Werder Bremen 1:1

Die Noten der Spieler

VfB Stuttgart - Werder Bremen - die Noten

Nach dem Stuttgart-Trip war die Auswärtsreise für Werder aber noch nicht beendet. Die Bremer fuhren mit dem Bus nach Offenburg, übernachteten dort und reisen heute Vormittag zum Sponsoren-Spiel zum Bezirksligisten FV Unterharmersbach (Anstoß 11 Uhr). Danach haben die Profis bis Dienstag frei.

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