Eichin legt Entscheidungen auf Eis

Alles kommt auf den Sonntag an

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Wenn Thomas Eichin einen Ball sieht, dann kommt dieser auch zum Einsatz.

Bremen - Nach der Saison ist vor der Saison: Auch beim SV Werder laufen die Planungen für die kommende Spielzeit natürlich auf Hochtouren. Doch Entscheidungen werden in dieser Woche wohl nicht mehr gefällt. Das hat laut Sportchef Thomas Eichin zwei Gründe: „Erst am Sonntag laufen die Optionsfristen der Leihspieler aus, und auch erst am Sonntag entscheidet sich, ob wir mit unserer U23 in der vierten oder dritten Liga spielen werden.“

Die noch ungeklärte Aufstiegsfrage sei gerade für die Talente von großer Bedeutung. Für viele mache es einfach keinen Sinn, in der Regionalliga zu spielen – zum Beispiel Oliver Hüsing (22), Martin Kobylanski (21) oder Mateo Pavlovic (24). Bei allen endet die Ausleihe. Hüsing kommt vom Drittligisten Hansa Rostock zurück, Kobylanski vom Zweitligisten Union Berlin und Pavlovic vom ungarischen Vizemeister Ferencvaros Budapest. Auch für junge Neuzugänge ist die dritte Liga sehr interessant, bietet sie doch das höchstklassigste Sicherheitsnetz, sollte der Bundesliga-Traum bei Werder nicht sofort in Erfüllung gehen. „Die dritte Liga stellt eine ganz andere Perspektive für uns dar“, sagt Eichin und betont: „Für uns wäre die dritte Liga super, wir würden sehr gerne aufsteigen.“ Dazu muss die U23 nach dem 0:0 im Hinspiel am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach mindestens ein 1:1 holen.

Bei den prominenten Leihspielern wie Nils Petersen (SC Freiburg), Eljero Elia (FC Southampton) und Ludovic Obraniak (Caykur Rizespor) gibt es zwar Rückmeldungen der Clubs, aber noch keine Entscheidungen, ob die Kaufoptionen gezogen werden. Beim SC Freiburg wäre das nach dem Abstieg auch nur möglich, wenn Nils Petersen mitspielt. Doch der 26-Jährige will nach seinen neun Rückrunden-Toren erstklassig bleiben. Und ein sogenanntes Schweinegeschäft, also Freiburg kauft Petersen, um ihn gleich für eine höhere Ablöse weiter zu veräußern, ist unter Bundesligisten unüblich. Deshalb winkt Werder ein gutes Geschäft, denn der Angreifer ist inzwischen weitaus mehr wert als die 1,5 Millionen Euro, die der Sportclub angeblich hätte überweisen müssen. Zumal es einige Interessenten gibt. Der „Donaukurier“ berichtet von einem Interesse des Aufsteigers FC Ingolstadt. Aber auch Hannover 96 und der 1. FC Köln sollen ein Auge auf Petersen geworfen haben. Und als Geheimkandidat gilt der VfL Wolfsburg, der den Torjäger nach dem Einzug in die Champions League gut als Backup und Joker gebrauchen könnte.

Eine Rückkehr des Stürmers nach Bremen kann ausgeschlossen werden, er passt nicht ins Konzept des Trainers. Das hat Viktor Skripnik zuletzt mehr als deutlich gemacht. Auch Obraniak und Elia haben an der Weser keine Zukunft. Während Rizespor Obraniak gerne behalten, dafür aber weniger als die festgeschriebene Ablöse von 1,5 Millionen Euro zahlen möchte, ist der FC Southampton im Fall Elia vorsichtiger. Das verwundert wenig, denn nach gutem Beginn hat der Niederländer stark nachgelassen und ist wohl kaum die angeblich fest geschriebenen 5,5 Millionen Euro wert.

Spätestens am Sonntagabend müssen sich die Engländer genauso wie die anderen Clubs erklären – und dann weiß Eichin auch, in welcher Liga es für die U23 in der neuen Saison weitergeht.

kni

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