„Wir sind nicht auf Augenhöhe“

Eichin kann Skripnik gut verstehen

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Werdetr-Coach Skripnik und Sportchef Eichin

Bremen - Hat Viktor Skripnik im Abstiegskampf die falschen Worte gewählt und das nächste Spiel in Dortmund damit schon abgeschenkt? Bei den Werder-Fans wird das Thema jedenfalls heiß diskutiert, Thomas Eichin lässt es dagegen völlig kalt. „Entscheidend ist doch, was Viktor vor der Mannschaft sagt – und da wird er die richtigen Worte finden, da bin ich mir sicher“, betont der Sportchef und stellt sich damit hinter den Coach.

Skripnik hatte Werder mit Blick auf das Gastspiel am Samstag beim BVB ziemlich klein geredet: „Wir wollen unbedingt ein bisschen besser sein als bei der Blamage in München. Der Favorit soll oder kann gewinnen, aber nicht so einfach. Wir wollen uns teuer verkaufen.“ Und gar nicht punkten? Dabei braucht Werder im Abstiegskampf sieben Spieltage vor Schluss jeden Zähler. Trotzdem wählte Skripnik die gleiche verbale Taktik wie vor dem Bayern-Spiel (0:5), das quasi hergeschenkt wurde – auch durch die provozierten Gelbsperren von Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz.

Da werden ähnliche Signale vor einem Duell beim Tabellenzweiten natürlich sofort kritisch aufgenommen. Aber nicht von Eichin: „Wir dürfen doch die Realität nicht verkennen. Das ist eine ähnliche Mammutaufgabe wie in München. Dortmund will noch Meister werden. Da geht es erst einmal darum, eine gute Leistung zu bringen. Wenn uns das gelingt, dann können wir weiterschauen.“ Was Eichin nicht öffentlich sagen will, aber meint: Es braucht nicht nur einen guten Werder-Tag, sondern eben auch einen schlechten BVB-Tag. Die Dortmunder würden schließlich mehr als drei Mal so viel für ihre Mannschaft ausgeben, so Eichin: „Wir sind nicht auf Augenhöhe, aber das will ja keiner hören.“ Und er selbst will keine Sprüche vor dem Spiel hören: „Damit hat man noch nie ein Spiel gewonnen.“

Es gibt aber noch einen Mittelweg – also etwas zwischen Übermut („Wir hauen die weg“) und Demut („Wir wollen uns teuer verkaufen“): ein simples „Wir müssen dort punkten“. Es geht für Werder schließlich ums sportliche Überleben. Aus Eichins Sicht wird da jedoch viel zu viel in die Worte des Trainers „hineininterpretiert“. Letztlich sei es doch egal, was Skripnik vor einem Spiel sage, findet Eichin und bedient sich einer berühmten Fußball-Floskel: „Die Wahrheit liegt doch am Samstag auf dem Platz.“
kni

Werder-Training am Mittwoch

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