Eichin und Filbry wollen den Peruaner möglichst schnell verpflichten

Werder kämpft um Pizarro und Ailton hilft mit

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Gute Freunde – und am liebsten würde Ailton noch mal zusammen mit Claudio Pizarro für Werder auflaufen. Doch für den Brasilianer reicht es nur noch zur Zuschauerrolle, aber seinen Kumpel will er wieder im Weserstadion sehen.

Bremen - Vielleicht ist es schon heute so weit, vielleicht morgen – lange dauert es jedenfalls nicht mehr: Die Entscheidung im Fall Claudio Pizarro steht bevor. Und Werder gibt alles, um den 36-Jährigen wieder nach Bremen zu holen. Die beiden Geschäftsführer Klaus Filbry (Finanzen) und Thomas Eichin (Sport) arbeiten mit Hochdruck an der Lieblingspersonalie der Fans. Und sie bekommen prominente Unterstützung. „Claudio muss zurück nach Bremen“, fordert Ailton: „Ich will ihn noch im Werder-Trikot sehen, bevor ich wieder nach Hause fliege.“

Ailton ist gerade für ein paar Tage in Deutschland. Gut möglich, dass der Brasilianer noch mal zum Handy greift, um seinen alten Kumpel Claudio von einer Rückkehr zu überzeugen. „Claudio passt so gut nach Bremen“, schwärmt Ailton: „Von dieser Geschichte würden alle profitieren.“

Von 1999 bis 2001 stürmten Ailton und Pizarro gemeinsam für Werder. „Pizza Toni liefert“, hieß es damals immer, wenn es im gegnerischen Kasten klingelte. Natürlich ist Ailton davon überzeugt, dass das heute auch noch klappen würde. „Ich bin zwar schon 42, aber für 35 Minuten mit Claudio reicht es noch“, sagt der Brasilianer und lacht. Seine Fitness hat in den letzten Jahren doch ziemlich gelitten. Bei Pizarro sei das ganz anders, dessen Alter von 36 Jahren deshalb auch überhaupt kein Problem: „Claudio war immer ein echter Profi, hat sehr gut trainiert und sich um seinen Körper gekümmert. Ich vielleicht nicht ganz so viel …“ Ailton lacht wieder – das Thema macht ihm Spaß.

Genauso wie den Fans. Die geben in den sozialen Netzwerken alles, um Pizarro noch einmal für Werder zu begeistern. Genauso aktiv sollen Filbry und Eichin sein, natürlich nicht im Internet. Eichin verhandelt mit Pizarro-Berater Carlos Delgado, Filbry kümmert sich darum, wie Werder das Gehalt stemmen kann. Reden wollen sie über das Thema aber nicht. Doch nach Informationen dieser Zeitung sieht es gut aus, weit auseinander liegen beide Parteien nicht. Dabei geht es erst einmal nur um diese Saison. Gut möglich, dass Werder Pizarro mit einem Anschlussvertrag lockt.

Gut für Eichin und Filbry: Der Aufsichtsrat steht mehrheitlich hinter der Rückholaktion. Einige Mitglieder hatten sich intern darüber beklagt, wie defensiv Eichin das Thema Pizarro angegangen war. Offenbar aber alles nur Taktik des Sportchefs, um den Deal in Ruhe einzufädeln.

Auch Trainer Viktor Skripnik begrüßt natürlich den Kampf um Pizarro. Nur sagen darf er das öffentlich nicht. Auf wiederholtes Nachfragen der Journalisten reagierte er dann am Donnerstag ziemlich genervt. Der Ex-Profi ist nach erst zehn Monaten als Chefcoach auf der großen Bundesliga-Bühne noch nicht cool genug, das Thema gegenüber den Medien einfach wegzulächeln.

Pizarro-Momente bei Werder Bremen

Schon bald könnte er aber fett grinsen, wenn Pizarro tatsächlich da ist. Denn wie sagt Ailton so schön: „Claudio ist eine Tormaschine.“ Und weil die Fans gerade am Träumen sind, lässt es der „Kugelblitz“ noch ein bisschen mehr krachen: „Claudio kommt zurück, macht 28 Tore wie damals Ailton – und dann ist Werder wieder deutscher Meister.“

kni

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