Eichin erwartet von Frings, „dass er nicht den Medienmann spielt“ / Skripnik-Assistent Kohfeldt ist jünger als Kapitän Fritz

Wenn der Co-Trainer berühmter ist als der Chef

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Neue Co-Trainer, alte Gesichter: Die Ex-Profis Christian Vander (l.) und Torsten Frings (r.) gehören auch bei den Profis genauso wie Florian Kohfeldt zum Team von Viktor Skripnik.

Bremen - Wie funktioniert es eigentlich, wenn ein Co-Trainer den größeren Namen hat als der Chefcoach? Antwort: Indem sich der Co-Trainer in der Öffentlichkeit schön zurücknimmt. Genau das wird bei Werder von Torsten Frings erwartet.

Im Trainerteam mit Viktor Skripnik ist der Vize-Weltmeister von 2002 einer von zwei Co-Trainern – nicht mehr, nicht weniger. „Die innere Hierarchie ist klar festgelegt. Torsten wird sicherlich nicht den Medienmann spielen“, verdeutlicht Geschäftsführer Thomas Eichin.

Und Frings hält sich in den ersten Tagen seit dem Personalwechsel auf der Bremer Kommandobrücke an die Weisung. Eine SMS an ihn bleibt unbeantwortet, auf den wenigen Metern zwischen Trainingsplatz und Kabine sagt er auch nichts. Was aber nichts daran ändert, dass Frings, der erst 2012 seine aktive Karriere beendet und aktuell an seinem Fußballlehrer-Schein arbeitet, grundsätzlich viel mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht als Viktor Skripnik. Das wird sich zunächst kaum verhindern lassen – auch wenn Eichin es versucht: „Es ist wichtig, dass Torsten seine Rolle annimmt. Bei uns steht Viktor Skripnik im Vordergrund.“

Auch für Skripnik ist die Rangfolge eindeutig – und er ist fest davon überzeugt, dass es überhaupt keine Probleme geben wird: „Ihn im Team zu haben, das ist ein Traum. Er spielt eine wichtige Rolle. Wir kennen uns seit 20 Jahren, wir sind Kumpel. Er will sicher irgendwann Trainer werden. Aber er ist Profi und weiß, was jetzt zu machen ist.“

Neben Frings gehören auch Ex-Profi Christian Vander (34) als Torwart-Trainer sowie Florian Kohfeldt zum Team von Skripnik. Mit gerade einmal 32 Jahren ist Kohfeldt einer der jüngsten Co-Trainer der Liga – selbst Werder-Kapitän Clemens Fritz ist mit 33 Jahren älter als der Skripnik-Assistent. Schon in der U17 arbeitete er unter dem Ukrainer, war dann kurz für die U16 verantwortlich, rückte in die U23 auf (wieder unter Skripnik), wurde Chef der U15 und ist jetzt im Bundesliga-Team angekommen. Wie Frings absolviert der gebürtige Siegener, der 2001 aus Delmenhorst zu Werder kam und das Tor der dritten Mannschaft in der Verbandsliga hütete, derzeit den Lehrgang zur Erlangung der Fußballlehrer-Lizenz.

Aus dem Team von Robin Dutt ist nur Reinhard Schnittker (44) übriggeblieben. Der Athletik-Coach überlebte dabei schon seine zweite Trainer-Entlassung. Thomas Schaaf hatte ihn im Sommer 2012 von der Uni Paderborn abgeworben und nach Bremen geholt.

Noch bei Werder, aber nicht mehr im Trainerteam ist Peer Jaekel. Der Co-Trainer Videoanalyse soll künftig in der Direktion Sport arbeiten.

csa/kni

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