Eichin ist bereit für kreative Lösungen und einen Vorgriff auf den Sommer

Neue Spieler doch kein Tabu

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Thomas Eichin

Bremen - Beim Trainingsauftakt hat sich Thomas Eichin vor die Mannschaft gestellt und eine klare Botschaft verkündet: „Nicht Mr. X wird uns retten, sondern ihr werdet das tun!“ Das hat der Werder-Sportchef gestern verraten. Er wollte damit das Team stark reden und auch irgendwie das Thema Neuzugänge in der Öffentlichkeit abhaken. Den Heilsbringer im Abstiegskampf kann der SV Werder nicht verpflichten, dafür fehlt das Geld. Aber das schließt Neuzugänge nicht aus.

„Wir bekommen jeden Tag Spieler angeboten, die man auch kreativ kriegen kann“, sagte Eichin und meinte damit Leihgeschäfte mit Kaufoption: „All das prüfen wir natürlich. Wenn wir da irgendeine Chance sehen, dann machen wir das vielleicht. Und zwar nicht aus irgendeinem Aktionismus, um überhaupt etwas getan zu haben.“

Es soll ein Vorgriff sein auf den Sommer, ein Spieler, „der uns in den nächsten eins, zwei, drei Jahren weiterhilft“. Da ist Eichin mit seinem Sportdirektor Rouven Schröder natürlich am Ball. Namen nannte er freilich nicht, auch keine Positionen. Aber es ist längst ein offenes Geheimnis, dass sich Werder im Mittelfeld verstärken möchte. Möglichst mit einem Mann aus der Bundesliga. Eine Ablöse von zwei, drei Millionen Euro kann sich Eichin dabei „nicht vorstellen. Das ist auf unserem Konsolidierungskurs nicht vorgesehen.“ Werder strebt in dieser Saison erstmals seit Jahren eine schwarze Null an, um sich kein Geld leihen zu müssen.

Allerdings hat Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer gerade erst darauf hingewiesen, dass ein Abstieg teurer sei, als jetzt Schulden zu machen. „Darüber müssen wir gar nicht sprechen“, mochte sich Eichin mit dem Vorstoß seines ehemaligen Geschäftsführer-Kollegen gar nicht groß beschäftigen: „Wir haben unseren Weg, der ist abgestimmt. Den gehe ich auch volle Kanne mit.“

kni

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