Zwei Spiele Sperre und Geldstrafe für Djilobodji

Eichin beißt sich auf die Zunge

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Thomas Eichin

Bremen - Der Einspruch hat sich gelohnt – zumindest ein bisschen. Im Einzelrichterverfahren hat das DFB-Sportgericht Werders Innenverteidiger Papy Djilobodji (27) gestern „nur“ für zwei Bundesliga-Spiele gesperrt. Der Kontrollausschuss hatte drei Spiele gefordert – und Werder dagegen protestiert.

Zudem erhielt der Senegalese, der mit seiner Kopf-ab-Geste gegen Mainz für Aufsehen gesorgt hatte, eine Geldstrafe in Höhe von 15 000 Euro. Werder hat das Strafmaß zähneknirschend akzeptiert und muss in Dortmund (Gelbsperre) sowie gegen Ausgburg und Wolfsburg auf den Winter-Neuzugang verzichten. Im Nordderby beim HSV darf Djilobodji wieder ran.

Werder-Sportchef Thomas Eichin war alles andere als begeistert über die Strafe, biss sich aber auf die Zunge und verwies auf die Pressemitteilung des Vereins. Darin sagt der 49-Jährige: „Die Sperre trifft uns hart und ist ein eklatanter Wettbewerbsnachteil im Abstiegskampf. Ich kann nicht sagen, dass ich das Urteil mit Freude aufgenommen habe.“ Man werde aber „nicht rumjammern, sondern die Situation professionell annehmen. Dem Urteil haben wir auch zugestimmt, damit Ruhe einkehrt und wir uns auf das Sportliche konzentrieren können.“ Der Verein wolle den Spieler auch schützen, ergänzte Eichin: „Er ist wegen einer unbedachten Geste, die sicherlich unglücklich war, in der Öffentlichkeit regelrecht kriminalisiert worden. Diese heute regelmäßig stattfindende übertriebene Skandalisierung von Handlungen junger Menschen sollten wir alle mal überdenken.“ - mr/kni

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