Fritz fordert mehr Kommunikation / Schaaf spricht von einer Phase

Ecke, Tor – das Werder-Problem

Clemens Fritz

Bremen - Achtung, Ecke! Wenn Werders Gegner bei Standardsituationen im Bremer Strafraum lauern, liegt etwas in der Luft – zum Leidwesen von Trainer Thomas Schaaf allzu oft ein Gegentor, wie zuletzt gegen Leverkusen und in Freiburg.

Insgesamt sieben Mal klingelte es diese Saison bereits im Kasten von Keeper Tim Wiese, wenn der Ball aus Richtung Eckfahne kam. Gemeinsam mit Bundesliga-Schlusslicht Freiburg halten die Hanseaten damit den Liga-Negativrekord.

Woran liegt's? An „individuellen Fehlern“, sagt Schaaf und stellt klar: „Das ist keine absolute Schwäche von uns. Solche Phasen gibt es nun einmal im Fußball.“

Vielleicht ist die Werder-Abwehr aber auch zu klein. Größen wie Per Mertesacker (1,98 Meter) haben den Verein entweder verlassen oder sind wie Naldo (1,98) und Sebastian Prödl (1,94) gerade verletzt. Also müssen die Kleineren ran: Die aktuellen Innenverteidiger Sokratis und Francois Affolter messen nur 1,83 bzw. 1,86 Meter. „Ich habe nichts dagegen, wenn jemand größer ist“, sagt Schaaf, misst dem Thema Größe aber keine größere Bedeutung bei und scherzt: „Bei Standardsituationen ist es immer gut, wenn man elf so 2,50 Meter große Leute hat. Aber wenn man dann gegen kleine Leute spielt, bräuchte man eher wieder wuselige Spieler. Also können wir es ja wie beim Eishockey machen – immer schön rein und raus.“

Kapitän Clemens Fritz hat einen anderen Vorschlag. „Wir müssen mehr miteinander reden, uns häufiger nach dem Gegner umsehen“, fordert der Rechtsverteidiger von seinen Kollegen: „Wir üben ja täglich im Training, wie wir uns bei Standards verhalten müssen – das betrifft die Defensive und die Offensive gleichermaßen. Aber im Spiel kann sich schnell vieles verändern.“

Ähnlich sieht's Linksverteidiger Lukas Schmitz: „Die Zuteilung muss klar sein, wir müssen uns besser ordnen.“ Möglichst schon heute gegen 1899 Hoffenheim, denn die nächste Ecke kommt ganz bestimmt. · ck/kni

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