Füllkrug mit Viererpack beim Comeback

Dutts Suppentrick mit Elia

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Nur ein Tor – jetzt muss sich Werders Eljero Elia (Mitte) die Suppe beim Mittagessen selbst holen. ·

Norderney - Von Carsten Sander. Mit einer Torflut auf der Nordseeinsel hat Werder Bremen gestern Robin Dutt zurück auf der Trainerbank begrüßt. Beim ersten Testspiel unter der Regie des neuen Coaches gewannen die Bremer am Abend mit 14:0 (5:0) gegen den Bezirksligisten Concordia Suurhusen. Einstand geglückt.

Doch es war nicht nur Dutt, der gestern ein Comeback („Nach einem Jahr Abstinenz hat es doppelt Spaß gemacht, auf der Bank zu sitzen“) feierte. Auch andere meldeten sich zurück. Etwa Tom Trybull nach Sprunggelenks-OP in der Vorsaison und Niclas Füllkrug. Von Februar bis Saisonende war er mit einem Knorpelschaden im Knie ausgefallen, auf Norderney meldete er sich gleich mit vier Treffern und damit als bester Bremer Schütze zurück. „Ich bin wieder da. Dass ich wieder gesund bin und Fußball spielen kann, ist ein großes Ziel, das ich erreicht habe“, sagte der 20-jährige Stürmer, der sich sichtlich über seinen Viererpack freute.

Vor 2 000 Zuschauern auf der Sportanlage An der Mühle erzielten Aaron Hunt mit dem ersten Tor der Saison (3.) sowie Özkan Yildirim, Johannes Wurtz (je 2), Nils Petersen, Mehmet Ekici, Cimo Röcker, Clemens Fritz und Eljero Elia die weiteren Treffer. Für den Niederländer galt dennoch: Hoch gewonnen, aber verloren. Denn Dutt hatte Elia bei dessen erstem Einsatz nach seiner Suspendierung kräftig angestachelt. Weil der 26-Jährige – neben Nils Petersen als zweite Spitze aufgeboten – vor der Pause trotz bester Chancen torlos geblieben war, triezte der Coach ihn in der Kabine mit einer Wette. „Ich habe ihm gesagt, dass er noch 15 Minuten Zeit hat, zwei Tore zu schießen. Wenn er das schafft, bringe ich ihm beim Essen die Suppe.“

So erklärt sich auch, weshalb Elia nach seinem Tor in der 57. Minute den Ball aus dem Netz holte und im Sprint zum Anstoßpunkt brachte. Der Mann hatte noch was vor. Aber auch 120 Sekunden „Nachspielzeit“ nutzten nichts, Elia ging in der 62. Minute als Einfach-Torschütze vom Platz, verlor die Privatwette und musste sich im Hotel wohl selbst bedienen.

Die Bilder vom Testspiel

Torflut zum Auftakt

Die Geschichte ist ein Schmunzler, zeigt aber auch, wie der Trainer Elia wieder auf Kurs bringen will – mit motivierendem Humor. Der Umgang mit dem Bremer Sorgenkind sei bisher ohnehin unkompliziert, behauptete Dutt nach dem Abpfiff. „Er ist total engagiert, sehr kommunikativ und einsatzfreudig. Alles ist bestens. Wenn mir keiner gesagt hätte, dass es da eine Vorgeschichte gibt, wäre mir nichts aufgefallen.“ · csa

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